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E-Mobilität Made in China Aufgepasst Donald Trump und Elon Musk: Warren Buffett bringt BYD nach Amerika

18.07.2017, 13:50  |  63824   |   |   

Laut den jüngsten Recherchen von CNBC will der US-Starinvestor Warren Buffett dem chinesischen E-Autobauer BYD den Weg auf den US-amerikanischen Markt weiter ebnen. Bislang verkauft BYD E-Nutzfahrzeuge in Amerika, und die Stadt Denver ist einer der größten Kunden.

In dieser Woche startete in den USA die neueste Kampagne von Donald Trump. Unter dem Slogan "Made in America" begann Donald Trump am Montag damit, Produkte die in Amerika hergestellt werden zu promoten - einige Erzeugnisse stammen aus dem Trump-Familienclan ("TheGuardian"). Bekannt ist, dass viele Familienmitglieder, so auch die First Daughter, eben gerade nicht in den USA produzieren lassen und so titelte die Washington Post: "Trump's `Made in America´ Week is a Hypocritical Joke" ("TWP").

In der Vergangenheit ließ der US-Präsident kein gutes Haar an den Produkten "Made in China" und forderte US-Unternehmen dazu auf, im eigenen Land produzieren zu lassen. Wie immer liegen Wunsch und ökonomische Realität weit auseinander. Wie weit, zeigt jetzt Warren Buffetts Einsatz für einen E-Autoriesen aus Fernost: BYD. Buffett ist an BYD beteiligt und das Unternehmen plant seine weitere Expansion in den USA ("CNBC"). Warren Buffett könnte seine Kontakte spielen lassen, damit BYD in den USA schnell wächst - immerhin hält seine Investmentfirma Berkshire Hathaway acht Prozent ("Forbes"). 

BYD eröffnet bereits im nächsten Monat die erweiterte Produktionsstätte in Lancaster (Kalifornien), wo jährlich dann bis zu 1.500 E-Nutzfahrzeuge vom Band laufen sollen. Die Produktion fokussiert sich vorerst auf E-Busse und soll sich dann sukzessive auf E-LKWs ausweiten. An dem Standort wird BYD zusätzlich 700 Menschen beschäftigen.

Im vergangenen Jahr verkaufte BYD weltweit mehr als 100.000 E-Autos - Tesla circa 76.000. In den USA gehören bereits Facebook, die Stanford University und die University of California zum Kundenkreis. Im Mai 2017 hatte BYD seinen ersten E-Bus in die USA ausgeliefert: Reichweite 275 Meilen, Platz für 60 Personen, Ladezeit 2-3 Stunden. Kunde ist die Antelope Valley Transit Authority. Insgesamt wurden für Kalifornien 13 dieser Fahrzeuge bestellt. Darüber hinaus hat BYD bereits E-Trucks nach Kalifornien geliefert. Zukünftig soll auch Lateinamerika erschlossen werden und somit wird BYD als Marke weiter wachsen.   

Während der Autobauer BYD bereits im Segment E-Busse und E-LKWs tätig ist, hatte Elon Musk im April 2017 angekündigt, dass sein Unternehmen im September batteriebetriebene Nutzfahrzeuge vorstellen will ("NTV"). Hier hinkt Tesla dem E-Autobauer aus China allerdings hinterher. Vorerst dürfte Tesla andere Aufgaben stemmen, denn das Model 3 muss ein Erfolg werden. Es geht Tesla um den E-Auto-Massenmarkt, auf dem BYD schon längst aktiv ist. Somit dürfte der Wettlauf zwischen Tesla und BYD an Dynamik gewinnen. 

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