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Nur BBB+ Fitch sieht Bonität der Deutschen Bank kritisch - NordLB sagt: "Verkaufen"

29.09.2017, 11:20  |  6633   |   |   

Die Deutsche Bank scheint auf eine schwierige Situation zuzusteuern. John Cryan sieht sich immer mehr Skepsis gegenüber, ob er das Wachstum des Bankhauses wieder beleben kann. Am Donnerstag wurde die Bonität durch die Ratingagentur Fitch um ein Level reduziert. 

Wie das Nachrichtenmagazin Bloomberg berichtete, hat die Ratingagentur Fitch die langfristige Bonität der Deutschen Bank um ein Level herabgestuft. Dies bedeutet, dass in den Augen der Rating-Analysten das Bankhaus zukünftig länger brauchen wird, um das Wachstum wieder anzukurbeln. Das Rating ist auf „BBB+“ - von zuvor „A-“ - gesunken. "BBB+" ist die drittniedrigste Bewertung von Fitch, die noch in die Kategorie „Investment Grade“ fällt, die für Anlagen mit guter Bonität steht. Im Vergleich dazu erhielt Credit Suisse ein "A-" und die UBS ein "A+".

„Wir gehen nicht länger davon aus, dass die Erträge klare Hinweise auf eine Erholung dieses Jahr zeigen und wir erwarten, dass weitere notwendige Restrukturierungskosten das Nettoergebnis belasten werden“, schrieben die Analysten von Fitch. Ferner sagte die Ratingagentur, dass die geringe Volatilität und das anhaltend niedrige Zinsniveau, vor allem in Europa, die Marktposition der Bank weiterhin belasten und dass es länger dauern wird, einen Verlust an Marktanteilen wieder aufzuholen.

John Cryan steht seit einigen Wochen in der Kritik. Einflussreiche Aktionäre des Bankhauses zweifeln nicht nur an der Führungskompetenz von John Cryan, sondern auch der seiner Stellvertreter Christian Sewing und Marcus Schenck, so das Manager Magazin. Zu den einflussreichsten Aktionären gehören Chinas HNA-Konzern, US-Vermögensverwalter BlackRock sowie die Katarer Hamad Bin Khalifa Al Thani und Hamad Bin Jassim Bin Jabor Al Thani. Cryans Amtszeit endet erst 2020. 

Noch vor gut einem Jahr stand die Deutsche Bank unter hohem Druck: Milliardenforderungen im Streit um fragwürdige Hypothekengeschäfte in den USA und der Rückzug von Hedgefonds zogen die Stabilität des Geldhauses in Zweifel. In diesem Herbst sorgen die Quartalszahlen für Unmut. Verglichen mit dem Vorjahr sind die Einnahmen im ersten Halbjahr um zehn Prozent gesunken. Dass die Bank mehr verdient hat, liege vor allem an Sparmaßnahmen und geringeren Aufwendungen für die Risikovorsorge, so das Handelsblatt.

Am gestrigen Handelstag stufte die NordLB die Aktie auf "Verkaufen" ein und gab ein Kursziel von 14,50 Euro an. 

Deutsche Bank

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Kommentare

Mein Investment bei der Deutschen Bank hatte mir im steuerlichen Verlusttopf in 2016
mehr als 60 000 E miese produziert.
Habe im März 2016 bei 13,50 E die Reißliene gezogen und alles auf die Lufthansa gesetzt, die
im März 2016 etwa 13,50 E kostete.
Gründe lagen in der Flut von schlechten Nachrichten für die DBk, die keine schnelle Besserung des Nettogewinns erwarten ließen. Dazu die Derivate in Billionenhöhe, die Probleme beim Postbankverkauf, weitere Strafen in Milliardenhöhe.

Dank dieses Umschwenkens auf die Lufthansa mit einem wirklich großen Klumpenrisiko
müsste ich heute wieder Steuern zahlen, wenn ich all meine derzeitigen Lufthansaktien verkaufte.
Gut dass mir die Nerven nicht durchgegangen sind, als die LH unter der Kursdrückerei der Leerverkäufer auf 9,20 E abrutschte. Der tägliche Blick auf die Gewinnprognose 2016 und das dazugehörige KGV hat mich vor dieser Panikattacke bewahrt.
Zu den über 60 000 E im Verlusttopf wären weitere mehr als 30 000 E dazu gekommen.
Das niedrige prognostizierte KGV der LH hat mich davor bewahrt und geholfen, die Nerven zu behalten.
Gut dass ich meiner Tochter davon nicht erzählt habe. Die hätte es vielleicht geschafft,
mich zu einem großen Fehler zu bewegen.

Habe AFD gewählt, weil ich keinen zusätzlichen deutschen Geldfluss an die EU will.
Mit der Einstellung Kanzlerin zu werden, ist in Deutschland noch nicht möglich.
Ich habe es schon mehrfach geäussert,weil persönlich in hohem Mass, von der ungeahnt hohen kriminellen Energie,dieser "ehrenwerten Gesellschaft"betroffen!Abwickeln,den Laden und an ihrer Stelle "blühende"Banklandschaften,schaffen.Meine Hoffnung liegt nun in einer neuen Jamaicatreuhand,welche keine "Ackermänner"mehr braucht um halbwegs Finanz & finanzpolitische Kompetenz zu haben!Too criminal to fail?Nein,sicher nicht!Es muss nur die schützende Hand der "Alternativlosen"abgeschlagen werden und schon steht die Cosa Finanza entblösst da!Wir schaffen das!Liberte,Egalite,Fraternite!Hinweg mit dem bourgeoisen Geldadel!Für ein Land indem wir gut & gerne leben!Was aber nicht bedeutet,dass wir karrieregeil und karoshimässig malochen,und uns Macron quatorze dann sagt:Wir werden nicht auf die Deutschen warten!Dann wartet halt auf Godot,ob der die nötige Kohle mitbringt!P.s.Hoffentlich meldet sich "meine alte(Frauen werden nie alt,kenn ich von meiner und stimmt auch=Kasteiung meinerseits)Freundin Ines 43,deren Wandel vom DB-Saulus zum DB-Paulus ich überaus nachvollziehbar und menschlich korrekt fand.Ines 43 for Chancelloresse!

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