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Goldman Sachs Kryptomania: Goldman Sachs prüft Bitcoin-Handel

05.10.2017, 11:36  |  13333   |   |   

Der Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein hat sich noch nicht final für eine Seite in der Bitcoin-Thematik entschieden, wie er über den Kurznachrichtendienst Twitter am Dienstag mitteilte. Laut dem "Wall Street Journal" prüft Goldman Sachs die Schaffung eines neuen Handelsgeschäfts mit Kryptowährungen.

Damit würde die Investmentbank ganz neue Wege gehen, denn Jamie Dimon, von JP Morgan Chase, hatte die Kryptowährung Bitcoin zuletzt als Betrug bezeichnet, wie das Handelsblatt berichtete. Darüber hinaus würde man bei JP Morgan Chase gekündigt werden, wenn man als Mitarbeiter mit Bitcoin handelt. Weniger dramatisch aber auch eben nicht überschwänglich fiel das Urteil von James Gorman, Chef von Morgan Stanley, aus, denn für ihn handelt es sich um eine Modeerscheinung mit Potenzial. Lloyd Blankfein von Goldman Sachs zeigt sich jedoch offen für Bitcoin. Damit steht Blankfein nicht alleine da. Wie ARD berichtete, hält die IW-Chefin Christine Lagarde es für möglich, dass Kryptowährungen zukünftig sogar eine höhere Stabilität aufweisen könnten als klassische Währungen. 

Bis Bitcoin & Co die klassischen Währungen ablösen, wird noch einige Zeit vergehen. Blankfein verwies darauf, dass einst bei der Verdrängung des Goldes durch Papiergeld ebenfalls große Skepsis geherrscht habe. Von der ARD wurde dieser Vergleich fast als Adelung der Kunstwährung interpretiert. Bei Goldman Sachs prüft man derzeit ernsthaft, ob und in welcher Form man den Handel mit Bitcoin und Kryptowährungen einführen kann. Damit kämen Digitalwährung aus der Nische von Spekulation und Betrugsvorwürfen heraus. Bislang können virtuelle Währung vor allem über spezialisierte Händler oder über Derivate gehandelt werden. 

Goldman Sachs verzeichnete im zweiten Quartal einen starken Einbruch bei den Zinseinkünften - um fast 40 Prozent. Daher kommt das Nachrichtenmagazin Forbes zum Fazit, dass das Hinzufügen eines weiteren Geschäfts durchaus sinnvoll wäre. Falls die Goldmänner tatsächlich in den Bitcoin-Handel einsteigen, wird es vor allem Mega-Fonds anziehen, so Forbes. Zudem erhalten die Kryptowährungen - mit Goldman Sachs, eine starke Stimme in der Finanzwelt.

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Kommentare

Das ist eine stimmige/harmonische Entwicklung!

Die Staaten schaffen den Bargeld-Verkehr ab, das private Großkapital springt ein.

Wofür brauchen wir noch hochbezahlte Poitiker, die doch nur noch Vasallen der Hochfinanz sind???
"Blankfein verwies darauf, dass einst bei der Verdrängung des Goldes durch Papiergeld ebenfalls große Skepsis geherrscht habe." Diese Skepsis ist heute angebrachter denn je, denn seit der Totaleinführung ungedeckter Währungen im August 1971 ist der Globus in einem Meer von Schulden ertrunken, dessen Rückzahlung längst unmöglich geworden ist. Die Folgen dieser verbrecherischen Politik spüren wir Tag für Tag: Dieser Papierdreck hat schon lange seine Funktion als Wertspeicher verloren, denn er kann im Sinne der Bankster beliebig vermehrt werden. Die Auswirkungen sind verheerend - Spargroschen werden entwertet und selbst kleinste Vermögen werden von unten nach oben geschaufelt. Sprich: Die Armen werden immer ärmer und die wenigen Reichen durch leistungslose Einkommen immer reicher, während der Mittelstand langsam zerbröselt und sich Stück für Stück auflöst.

Wenn nun die weltweit größte Verbrecherbank aller Zeiten plötzlich die Kryptowährungen für sich entdeckt, klingeln bei mir alle Alarmglocken. Die Blockchain-Technologie macht nämlich diese Banken-Ausbeuter im Grunde genommen so überflüssig wie ein Krebsgeschwür und sie könnten tatsächlich auf diese Weise die Herrschaft über das Geld verlieren.

Nein - dahinter steckt ein ganz anders Kalkül: Sie wollen sich der Krypto-Währungen bemächtigen, um sich ihren parasitären Herrschaftsanspruch zu sichern und um auf diesem Umweg das Bargeld abzuschaffen. Das Ziel dieser legalisierten Gangster ist glockenklar: Ihrer Freiheit beraubter, lebenslange Kontosklaven.

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