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Marktkommentar: Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (24. Oktober 2017)
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Marktkommentar Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (24. Oktober 2017)

Nachrichtenquelle: Asset Standard
24.10.2017, 00:00  |  595   |   |   

Zweigleisige Entwicklung, Paradoxon, Blase, diese Begriffe sind seit einigen Wochen im finanzmedialen Wortschwall immer öfter zu vernehmen.

Während die Ökonomen rund um die Welt einen simultanen Aufschwung begrüßen, zeigen sich insbesondere Bondanleger skeptisch, was das Anziehen der Inflation oder eine künftige Hausse der Zinsen am langen Ende betrifft. Und doch sind alle 45 von der OECD beobachteten Volkswirtschaften im Wachstum begriffen, wobei in 33 dieser Länder sogar das Wachstumstempo zunimmt. Die Rohstoffpreise sind im Zuge der Festigung des chinesischen Wachstums stark gestiegen, ganz wie die Aktienkurse, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Bestimmte Bewertungsniveaus lassen somit berechtigterweise aufhorchen, so dass manchem Anleger jeder Vorwand recht ist, um vor Jahresende einen Teil seiner Kursgewinne zu versilbern, wie dies in der letzten Woche geschehen ist.

Und Vorwände gibt es genug: die Katalonienkrise (Verkauf spanischer Titel), die neuen Bankenvorschriften über notleidende Kredite (Verkauf italienischer Financials), die Angst vor der Anhebung der Rückstellungen für Kreditrisiken in den Vereinigten Staaten (Verkauf amerikanischer Finanzwerte) und eine mögliche Enttäuschung bei den iPhone-8-Bestellungen (Verkauf der Apple-Aktie), um nur einige zu nennen. Die Aktienmärkte haben seit Jahresbeginn bereits gehörig zugelegt. Somit ist es normal, aufmerksamer auf die Bewertungen zu achten und Ausschau nach unterbewerteten Nischen zu halten. Durchforstet man die Börsenindizes CAC 40, DAX 30, DJ EuroStoxx 50 und DJ Stoxx 50 nach folgenden Bewertungskriterien: niedrigstes KGV 2017, niedrigstes Preis-Buchwert-Verhältnis 2017 und höchste Renditen 2017, so stößt man unweigerlich auf Unternehmen derselben Sektoren als kleinsten gemeinsamen Nenner: Banken, Versorger, Automobilhersteller, Telekommunikationsanbieter und Ölfirmen.

Es könnte sich also lohnen, sich in diesen Segmenten nach Anlageideen umzusehen. Nach der Zahlenflut zu den Unternehmensgewinnen im dritten Quartal könnte die EZB-Sitzung vom 26. Oktober die Märkte zum Jahresausklang erneut anschieben. Mario Draghi hat somit ein letztes Mal in diesem Jahr Gelegenheit, uns (positiv) zu überraschen und den Anpfiff zur stets heiß erwarteten Jahresendrallye zu geben.

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