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Schröpf-Steuern auf Verluste Klartext von Florian Toncar (FDP): „Schlag ins Gesicht der Anleger“ – Kein Mucks von Lothar Binding (SPD)

28.02.2021, 16:20  |  53200   |  10   |   

Das neue Jahressteuergesetz aus dem Olaf-Scholz-Finanzministerium könnte für einige Anleger sehr teuer werden. Deutliche Kritik kommt von der Opposition. Die Regierung schweigt. Anlegerschützer bereiten Klagen vor.



Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und seine Ministerialbeamten haben zum Jahresanfang ein Anti-Aktienkultur-Gesetz an den Start gebracht. Das neue Jahressteuergesetz schränkt die Verlustrechnung aus Termingeschäften ein.

Der finanzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Lothar Bindung, wollte sich dazu nicht äußern. Ganz anders Florian Toncar, der finanzpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Sehen Sie im w:o TV-Video, warum für Toncar die neue gesetzliche Regelung absurd sei und was laut Jürgen Kurz, Sprecher der DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz) auf Anleger, die auf Optionsscheine setzen, noch zukommen könnte.

Was halten Sie, liebe Leserinnen, lieber Leser, eigentlich von der gesetzlichen Änderung der Verlustverrechnung für Aktien und Termingeschäfte? Also konkret davon, dass zum Besispiel Verluste aus Termingeschäften nur noch bis 20.000 € verrechnet werden können? Schreiben Sie uns bitte Ihre Meinung an zentralredaktion@wallstreet-online.de Danke!

Video: Fabian Dittman, Text: Christoph Morisse, wallstreet:online Zentralredaktion




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10 Kommentare

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Kommentare

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03.03.21 14:54:36
Doch es gibt Profiteure. Wohl noch nicht jetzt und auch nicht mit den Futures- oder Optionen-Tradern. Aber mit den vielen Kleinanlegern in Bankprodukte. Wenn die - spätestens 2022 - merken, das sie k.o. sind, wird man ihnen die Bindingfonds anbieten:

"Lassen Sie Profis für sich traden, ohne Bindingsteuer, aber mit Bindingfonds."

Ich weiß, dass es schwierig ist, das zu glauben. Aber es würde die Bindingfonds auch ohne das Zutun von Lothar Binding geben. Irgendwer wird einfach versuchen, diese 500.000 Anleger abzuholen. Am ehestwn, die, die solche Fonds schon anbieten.

Niemand hat vorher von Georg Nüßlein gesprochen. Es gibt immer nur ein nachher. Ich bin hier zwar auch nachher, aber recht früh dran.
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01.03.21 21:37:43
Die Empörung kommt spät, sehr spät. Denn alles ist seit Dezember 2019 bekannt. Im letzten Jahr konnte noch viel gemacht werden, aber es ist nie zu spät.

Es wurde ein Gesetz eingeführt, dass Steuer auf Verluste ermöglicht und dies in unbegrenzter Höhe, bzw. ermöglicht es, dass auf unter dem Strich erzielte Gewinne mit weit über 100% besteuert werden. So langsam fangen es einige an zu verstehen. Der Skandal ist so auf die Spitze getrieben, dass das BMF es nicht einmal für nötig hält, dem Steuerpflichtigen zeitnah mitzuteilen, was als Termingeschäft betrachtet wird. Ein klärendes BMF-Schreiben wird seit langem erwartet, aber es kommt und kommt nicht. Der Umgang mit dem Bürger hat hier einen Zustand erreicht, der nicht mehr tragbar ist. Das Gesetz führt zu Steuermindereinnahmen, die die Allgemeinheit zu schultern hat. Kapitalstarke Trader gehen ins Ausland, obwohl wir jetzt jeden Euro brauchen.

Der ganz große Skandal jedoch ist: Dieses Gesetz nützt niemanden, es beschützt niemanden, es macht keinen Sinn. Dass private Anleger einen Finanzcrash verursachen könnten durch den Einsatz von Termingeschäften, ein Argument, dass von einer erwachsenen Person in seiner Eigenschaft als Politiker tatsächlich allen Ernstes angeführt wird, unterstreicht die mangelnde Fachkompetenz noch einmal mehr.
Dieses Gesetz führt lediglich zu Schaden. Und Steuereinnahmen kommen bestimmt nicht dadurch rein, dass ein Trader durch Handel insgesamt 1 Mio. Gewinn und 1 Mio. Verlust macht und dann gut 250.000€ Steuern zahlt, womöglich ist dieses Geld nämlich gar nicht vorhanden. Machen aber 10 Trader 1,1 Mio. Gewinn und 1 Mio. Verlust nach alter Rechnung, hätte der Staat jeweils Einnahmen. Da aber nun auf 100.000 Euro Gewinn gut 300.000 Euro Steuern zu zahlen wären, gehen diese Trader ins Ausland oder werden sich anderes aus Enttäuschung ggü. einem Staat, der mit ihnen so umgeht, einfallen lassen. Alle anderen Zahlenbeispiele gehen analog. Ganz schlimm z.B. ein Student, der mit 10.000€ 1000x100€ gewinnt und anschließend dadurch pleite ist. Oder ganz zeitgemäß ein Bitcoin-Trader, der Futures handelt und gar nicht weiss, dass er schon Steuerschulden bis an sein Lebensende aufgehäuft hat mit diesem Gesetz, da er noch im guten Glauben ist, er habe doch unter dem Strich Einnahmen erzielt, also könne er doch nicht ins Minus laufen. Er würde ja gerne Steuern bezahlen, vermutlich auch viel, aber eben nicht über 100 Prozent.
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01.03.21 01:00:24
Wir können auch jetzt noch Binding stoppen. Schaut mal hier vorbei:

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1317120-6781-679…
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28.02.21 20:42:36
Erst die große "Plandemie', Geld für fremde Länder, Flüchtlinge und Politiker-Diäten ohne Ende und dann weiter an der Sprit-Mehrfachbesteuerung und der Steuer drehen. Die Deutsche Regierung besteht nur noch aus Abzockern. In der Marktwirtschaft, würden diese Egomanen keinen Monat überleben.
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28.02.21 19:26:36
Ich versteh den Bohei nicht.

Sie wussten es seit einem Jahr und haben sich nicht geregt.

Es wäre sicherlich möglich gewesen Binding zu stoppen.

Die Kleinen hängt man die Großen lässt man laufen.

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Schröpf-Steuern auf Verluste Klartext von Florian Toncar (FDP): „Schlag ins Gesicht der Anleger“ – Kein Mucks von Lothar Binding (SPD)

Das neue Jahressteuergesetz aus dem Olaf-Scholz-Finanzministerium könnte für einige Anleger sehr teuer werden. Deutliche Kritik kommt von der Opposition. Die Regierung schweigt. Anlegerschützer bereiten Klagen vor.

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