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Offensive Alles schick bei Opel: Jobs, Werke und E-Autos

09.11.2017, 11:21  |  2460   |   |   

Nach der Übernahme durch PSA gab es viel Wirbel um den Autobauer Opel. Nun stellt Opel seinen Sanierungsplan vor und die positiven Nachrichten strömen wie aus einem Füllhorn auf die Mitarbeiter und Kunden hernieder. 

In Rüsselheim geht es um konkrete Maßnahmen, um den angeschlagenen Autobauer in eine bessere Zukunft zu führen. Das Sanierungskonzept trägt den vielversprechenden Titel "PACE" - also Tempo. Laut dem Spiegel will man ohne Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen auskommen. Letzteres möchte das Unternehmen über Abfindungen, innovative Arbeitszeitkonzepte und Altersteilzeit realisieren, so berichtet es der Spiegel. Fakt ist jedoch auch, dass die Mitarbeiter in Deutschland bis Ende 2018 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt sind. Ein Konzernumbau ohne Entlassung müsse jedoch erneut mit den Gewerkschaften verhandelt werden, so die BILD.

In die Gewinnzone will das Unternehmen durch neue Fertigungstechnologien kommen, so der Spiegel. Es sollen die Produktionskosten pro Auto um 700 Euro sinken und im Idealfall die Gewinnzone schneller erreicht werden. Der Absatz spielt natürlich auch eine Rolle. So plant Opel in den nächsten vier Jahren auf 20 neuen Exportmärkten seine Autos verkaufen zu können. In der Vergangenheit gehörten Polen und Russland zu den wichtigsten Märkten - 2013 verkaufte Opel in Russland gut 80.000 Fahrzeuge. 2016 hing für Opel vieles an Russland und es wird spannend sein, welche Länder als nächste die Rettungsanker für den Autorbauer sein sollen - der Gang nach China und Brasilien werde geprüft, so Opel-Chef Michael Lohscheller gegenüber der BILD. Im Jahr 2016 lag der Marktanteil von Opel/Vauxhall am europäischen Gesamtfahrzeugmarkt bei 5,73 Prozent - VW kam auf einen Marktanteil von 23,9 Prozent.  

Technisch will das Unternehmen einen großen Sprung nach vorn machen. Bis 2024 möchte Opel in allen Pkw-Baureihen Elektroautos anbieten. Zu den ersten E-Autos von Opel wird der Corsa gehören, wobei 2016 der neue Opel Astra stark nachgefragt war. Ab 2020 soll der neue E-Corsa erhältlich sein, so der Spiegel.

Laut BILD will Opel 2020 wieder eine Umsatzrendite von zwei Prozent und bis 2026 sogar von sechs Prozent erzielen. Ähnlich ambitioniert klangen die Ziele 2011, als verkündet wurde, dass Opel 2016 eine Milliarde Euro Gewinn machen wird und eine Umsatzrendite von fünf Prozent angestrebt. Vier Jahre später kündigte man für 2022 eine Umsatzrendite von fünf Prozent an. Teilweise ist die Umsatzrendite bei Automobilherstellern starken Schwankungen unterlegen. So erzielte Audi 2014 eine Umsatzrendite von 11,1 Prozent und verzeichnete 2016 nur 5,1 Prozent. Auf einem kontinuierlich hohen Niveau bewegt sich BMW, denn die Umsatzrendite schwankte zwischen 2012 und 2016 zwischen 10 und 10,8 Prozent, so das Statistik-Portal statista. 

Alle neuen Opel-Autos werden weiterhin in Rüsselsheim entwickelt, schreibt die BILD. Es werden Autos mit und ohne Verbrennungsmotoren produziert. Zur PSA-Gruppe gehören neben Opel die Automarken Citroen, DS, Peugeot und Vauxhall. PSA ist gemessen an den Absatzzahlen der zweitgrößte Autobauer Europas. Für den französischen Konzern wird das Thema E-Mobilität in den kommenden Jahren eine tragende Säule sein, denn in Paris sollen ab 2030 nur noch E-Autos zugelassen werden.

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