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Bitcoin – Deutsche Bank warnt “dringend” ab

Gastautor: Daniel Saurenz
23.11.2017, 06:00  |  1666   |   |   

Frankfurt_BörseLiebe Leser von Bitcoin-Kypto.de und liebe Freunde von Feingold Research: Dr. UIrich Stephan, Chefanlagestratege für die Privatkunden bei der Deutschen Bank, warnt also vor Bitcoin. Das Team von Feingold Research war im Jahr 2016, ebenso im Jahr 2015 anwesend bei jenem großen Kapitalmarktausblick für das folgende Jahr.

Im Jahr 2017 haben wir uns entschieden der Veranstaltung fernzubleiben. Ganz einfach deshalb, weil wir sie in den zwei Jahren zuvor relativ inhaltsleer fanden. Allgemeinplätze zu Assetklassen – eigentlich das was man immer hört: Aktien mit ein wenig Potential, aber aufpassen. Konkret war wenig zu hören und auf die Risiken am Markt wurde nur wenig eingegangen. Das kennen wir von der Deutschen Bank besser, jedoch aus anderen Teams.

Beispielsweise der Experte Kreuzkamp zeigt nicht nur launigere sondern auch spannendere Ausblicke. Und nun ja – die Warnungen zum Bitcoin häufen sich und gleichzeitig klettert der Bitcoin von Hoch zu Hoch. Auch wir sind nicht blind und folgen dem Hype mit Übermut. Jedoch muss man konstatieren, dass jene die schon im Frühsommer warnten bei 2000 oder 2500 US-Dollar je Bitcoin mittlerweile rund 5000 US-Dollar an Rally verpasst haben und es mit jedem Punkt nach oben schwerer fällt, jenen Rede und Antwort zu stehen, denen man vor sechs, sieben oder acht Monaten so vehement abgeraten hatte. Man kann es ein wenig vergleichen mit dem “Neuen Markt” im Jahr 2000. Als der Markt bei 5000 Zählern notierte, gab es schon einige Stimmen die dringend zum Ausstieg rieten und die 3000 Punkte bis der DAX bei 8000 Punkten notierte verpassten.

Bitcoin und “Neuer Markt”

Börse_Faz_SymbolDas einzige Problem, wie so häufig am Kapitalmarkt – wir wissen nicht ob der Bitcoin, in einem DAX der 2000er Jahre gedacht, nun einem DAX von 5000, 6000, 8000 oder gar nur 1000 Punkten nach damaliger Rechnung entspricht. Niemand weiß, auch die Experten und Kommentatoren aus den großen Banken nicht, ob der Bitcoin kollabiert oder ob wir im Jahr 2017 und 2018 die Marken von 10.000, 15.000 oder 20.000 sehen.

Insofern sind diese Warnungen soviel Wert wie die DAX-Prognosen mancher Analysten, die sich sehr häufig in einem ähnlichen Band bewegen. Man nehme das, was der Markt aktuell bietet, packe zehn bis fünfzehn Prozent drauf und sage Aktien seien unerlässlich für jedes Depot. Eine kleine Beimischung Gold könne nicht schaden und man erwarte, dass der Markt Potential hat, mit Risiken sei aber zu rechnen. Dies kann sich eigentlich jeder selbst aufschreiben – so genommen ist es nutzlos.

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