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Börsencrash Das passiert aktuell am Aktienmarkt

Gastautor: Dominik Weiss
06.02.2018, 10:10  |  1285   |   |   

Die Weltbörsen sind in Unruhe geraten: DAX, Dow, S&P, Eurostoxx, Nikkei – alle wichtigen Marktplätze verzeichnen signifikante Kurseinbrüche. Wir geben einen stündlichen Überblick der Einschätzungen, Trends und Prognosen. Last Update: 10.45 Uhr

 

 

 


10.45 Uhr

Die erste Unruhe scheint an den Märkten vorbei. Der DAX macht die etrsten Kursverluste wieder gut und steht aktuell bei gut 12.400 Punkten. Auch der Eurostoxx 50 tendiert nach dem starken Kurseinbruch zum Handelsstart wieder nach oben. Bei einem Einbruch des Dax unter 12.000 Punkte könnte „der Mini-Crash in einen großen Crash münden", so Martin Utschneider vom Bankhaus Donner & Reuschel gegenüber ntv. Die Chancen, dass aus dem kleinen kein großer Crash wird, seien also recht gut, schließt der Analyst.

Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer blickt im Interview mit "Börse-online" ebenfalls positiv auf den DAX. Für europäische Anleger gebe es keinen Grund zum Ausstieg aus Aktien. Das gäben weder die Fundamentaldaten her, noch die Bewertungen der Aktientitel. „Die Aktienmärkte leiden momentan natürlich unter steigenden Zinserwartungen. Aber zumindest im Euroraum werden sie erkennen, dass die Geldpolitik noch sehr lange sehr locker bleiben wird. Deshalb rechnen wir damit, dass der Dax am Jahresende noch ein merkliches Plus aufweisen wird", so Krämer.

 

9.00 Uhr

Der Markttag beginnt mit starken Kurseinbrüchen an allen relevanten Handelsplätzen weltweit. Der DAX brach gestern im Tagesverlauf um rund 400 Punkte ein. Der Eurostoxx 50 verlor 100 Punkte, für den Dow Jones ging es 1000 Punkte runter, im S&P 500 950 Punkte. In Asien rauschte der Nikkei ebenfalls 1000 Punkte ab, der Hang Seng korrigierte um 1600 Punkte nach unten. 

Einen konkreten Auslöser wie seinerzeit die Pleite der Bank Lehmann Brothers gibt es nicht. „Das globale Wirtschaftswachstum ist immer noch intakt“, sagte der Mark Haefele, Global CIO von UBS Wealth Management am frühen Morgen gegenüber Bloomberg. Er macht für den Einbruch an den Aktienmärkten das Ansteigen der Bondrenditen verantwortlich. Eine Prognose, wie es an den Börsen weiter geht, wagt er nicht: „Es ist schwer zu sagen, ob der Abverkauf in ein oder zwei Tagen vorüber sein wird“, so Haefele.

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