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Pressemeldung: AllianzGI: Wahlen in Italien: Welches Szenario ist am besten für die Märkte?
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Pressemeldung AllianzGI: Wahlen in Italien: Welches Szenario ist am besten für die Märkte?

Nachrichtenquelle: Asset Standard
26.02.2018, 00:00  |  818   |   |   

Italienische Staatsanleihen scheinen weiterhin attraktiv, vorausgesetzt, die gemäßigten politischen Kräfte behalten die Oberhand im Land.

Der Ausgang von Parlamentswahlen in Italien ist erfahrungsgemäß schwer vorherzusagen. Am wahrscheinlichsten ist aber eine neue Regierung auf Basis einer Mitte-Rechts-Koalition oder einer um die Demokratische Partei ergänzten Mitte-Rechts-Koalition. In beiden Fällen dürften die Finanzmärkte den Ausgang gut verkraften.

  • Das neue Wahlrecht in Italien begünstigt die etablierten politischen Kräfte, die größere Koalitionen bilden können
  • Einige politische Ziele des Mitte-Rechts-Bündnisses in Italien bereiten den Marktteilnehmern Sorgen, da sie die bereits hohe Staatsverschuldung von über 130 % des BIP weiter steigen lassen könnten
  • Es schein sehr unwahrscheinlich, dass die extremistischeren italienischen Parteien, darunter auch die 5-Sterne-Bewegung (M5S), die Wahl gewinnen. Das ist beruhigend für die Märkte, die die wirtschaftlichen und politischen Vorhaben dieser Parteien missbilligen würden
  • Italienische Staatsanleihen sind aktuell relativ teuer; dennoch sind wir der Ansicht, dass der italienische Markt nach wie vor attraktive Anlagechancen bietet, solange die extremen Parteien nicht siegreich aus den Wahlen hervorgehen.


Die Parlamentswahlen in Italien am 4. März sind wahrscheinlich das bedeutendste politische Ereignis im Euroraum im laufenden Jahr. Gleichzeitig werden die Wähler neue Regierungen in den Regionen Lombardei und Latium wählen – auf die zusammen 1/3 der italienischen Wirtschaftsleistung entfallen.


Neues Wahlrecht begünstigt Koalitionen aus etablierten Parteien


Dies ist die erste Wahl unter dem im Oktober 2017 verabschiedeten neuen italienischen Wahlrecht. Es begünstigt die etablierten politischen Kräften, die willens und in der Lage sind, stärkere Koalitionen zu bilden – etwa Mitte-Links- bzw. Mitte-Rechts-Allianzen. Dies geht zulasten der 5-Sterne-Bewegung (M5S) und anderer gegen das Establishment gerichtete Parteien, die nicht zur Zusammenarbeit mit anderen bereit sind.
Nach den jüngsten Umfragen scheint jedoch keine der genannten Koalitionen den erforderlichen Anteil von 40 % der Stimmen zu erreichen, um die Mehrheit im Parlament zu erlangen und eine Regierung bilden zu können:

  • Die derzeitige Mitte-Links-Koalition hat stetig an Zustimmung bei den Wählern verloren.
  • Die M5S erhält wahrscheinlich die meisten Stimmen, dürfte aber nicht imstande sein, eine Regierung zu bilden.
  • Den jüngsten Trends zufolge dürfte die Mitte-Links-Koalition stärker unter Stimmenthaltungen leiden als ein Mitte-Rechts-Bündnis. Wenn es dabei bleibt, könnte eine Mitte-Rechts-Koalition die Mehrheit im Parlament erhalten.


Vier Szenarien

Auch wenn Wahlumfragen keine sonderlich zuverlässigen Prognoseinstrumente darstellen, skizzieren wir nachfolgend vier mögliche Szenarien für den Wahlausgang in Italien.

1. Am unwahrscheinlichsten: die von den Märkten bevorzugte Mitte-Links-Koalition

Es bestehen nur geringe Chancen, dass die derzeitige regierende Mitte-Links-Koalition unter der Führung von Premierminister Paolo Gentiloni die Wahlen unbeschadet übersteht. Die Märkte würden eine Fortsetzung dieser Koalition bevorzugen, da sie in fiskalpolitischer Hinsicht als relativ diszipliniert gilt. Mit einem besorgniserregenden Wert von über 130 % des BIP ist die Staatsverschuldung Italiens nach der Griechenlands die höchste im Euroraum.

2. Zunehmend möglich: Mitte-Rechts-Koalition als eindeutiger Gewinner

Sollte es bei den Wahlen einen eindeutigen Sieger geben, dann dürfte dies eine Mitte-Rechts-Koalition sein. Dies wäre aus Sicht der Märkte ein etwas weniger günstiges – wenngleich nicht allzu negatives – Ergebnis. In diesem Szenario wäre der neue Premierminister wahrscheinlich eine moderat ausgerichtete, der Europäischen Union wohlgesonnene Person – wahrscheinlich ähnlich wie Paolo Gentiloni. Einer der in Frage kommenden Kandidaten ist Antonio Tajani, der aktuelle Präsident des EU-Parlaments.

3. Am wahrscheinlichsten: Bildung einer Koalition aus Demokratischer Partei und Mitte-Rechts-Bündnis

Der wahrscheinlichste Wahlausgang ist, dass es keinen eindeutigen Sieger gibt. In diesem Fall rechnen wir mit der Bildung einer Regierungskoalition unter Beteiligung der Demokratischen Partei und Teilen des Mitte-Rechts-Bündnisses. Bis die Parteien sich einigen, würde Premierminister Gentiloni im Amt bleiben. Sollten sich die Koalitionsverhandlungen in die Länge ziehen, könnte sich dies an den Märkten negativ bemerkbar machen. Wir gehen aber nicht davon aus, dass es zu einem größeren Ausverkauf kommt, da sich die Konjunktur in Italien weiter verbessert.

4. Extremrisiko: Außenseiterparteien bilden eine Koalition

Nicht ganz auszuschließen ist, dass die nicht zu den etablierten Kräften zählenden Parteien – M5S, Lega Nord und die Extreme Linke – eine Koalition bilden. Allerdings scheinen die politischen Grundüberzeugungen dieser drei Parteien unvereinbar. Lediglich M5S und die Extreme Linke besitzen gemeinsame ideologische Vorstellungen und könnten sich verbünden. Ihre wirtschaftlichen und politischen Vorhaben würden aber von den Märkten eindeutig abgelehnt. Das Szenario ist zum Glück sehr unwahrscheinlich.

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