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In 16 Werken sollen E-Autos produziert werden: Volkswagen geht in die E-Auto-Offensive

15.03.2018, 09:30  |  29090   |   |   

Der weltgrößte Automobilhersteller wird bis Ende 2022 insgesamt 16 Fabriken für die Produktion von Elektrofahrzeugen entsprechend umrüsten - verglichen mit derzeit drei, gab Volkswagen am Dienstag in Berlin bekannt.

Die Pläne des deutschen Herstellers, bis 2025 jährlich bis zu 3 Millionen E-Autos zu bauen, werden durch Verträge mit Zulieferern wie Samsung, LG und Contemporary Amperex Technology für Batterien untermauert. Die bisher erteilten Batterieaufträge belaufen sich auf ein Volumen von 20 Milliarden Euro. Für Nordamerika steht ein weiterer Deal kurz bevor, so Volkswagen.

Insgesamt plant der Wolfsburger Autohersteller im Rahmen seines Elektroauto-Pushs Batterien im Wert von rund 50 Milliarden Euro zu kaufen. Damit zieht VW deutlich an Tesla vorbei. Volkswagen bezeichnete seine Batteriezukäufe als eine der größten Einkaufsinitiativen in der Automobilindustrie.

Zudem plant Volkswagen die Markteinfürhung zahlreicher neuer E-Autos. Ab dem kommenden Jahr wird VW theoretisch jeden Monat ein neues batteriebetriebenes Modell auf den Markt bringen, sagte Vorstandsvorsitzender Matthias Müller auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens. "So wollen wir die größte Flotte an Elektrofahrzeugen der Welt anbieten.", so Müller.

Weiterhin wird das Thema Diesel den VW-Konzern beschäftigen. Der deutsche Autohersteller bekräftigte seine Unterstützung für die Technologie, wobei Müller sie als "Teil der Lösung" bezeichnete, auch wenn der Autobauer Toyota Diesel-Pkws aus seinem Programm in Europa abzieht.

Die generelle Richtung von Volkswagen wurde auch beim Autosalon in Genf deutlich: Es wurden u. a. der Audi e-tron und den Porsche Mission E präsentiert. Im Bereich autonomes Auto entwickelt VW den Sedric. Darüber hinaus denkt man bei Volkswagen auch über eine eigene Fertigung von Batteriezellen nach. Der Fokus liegt somit bei der E-Mobilität und dem klassischen Verbrennungsmotor, wobei auch der Diesel-Technologie weiterhin eine Chance gegeben wird. Mit dieser Strategie wird der Konzern auch zukünftig Wachstum generieren.

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Schwindler und Geprellte

Seit einigen Jahren geistert die Idee herum, sein Elektroauto mit Solarstrom aufzuladen, der von Solarmodulen auf dem Carport oder dem Garagendach stammt. Im Winter sinkt die Speicherkapazität temperaturbedingt, der Stromverbrauch hingegen steigt für die Luftheizung und die Fahrzeugscheinwerfer. Die Reichweite sinkt auf bis zu weniger als 100 Kilometer. Die Stromausbeute durch Photovoltaik sinkt im Winter wetterbedingt auf einen Bruchteil. Die meisten Autos werden tagsüber gefahren, doch nachts scheint keine Sonne. Wem nützt es?

Das Elektrounternehmen wird für den Einkauf der Technik und den Aufbau der Anlage honoriert. Wie lange dauert es, bis diese Art der Stromerzeugung billiger ist als der Bezug von elektrischem Strom aus dem Verbundnetz? Der Fall tritt niemals ein.

Der Autohersteller wird für die Entwicklung und den Verkauf eines Elektroautos honoriert. Wie lange dauert es, bis diese Art der Mobilität billiger ist als der Betrieb mit Benzin, Gas oder Diesel? Der Fall tritt niemals ein.

Der Wirbel um die Elektromobilität nützt den Verkäufern dieses Schwindels. Nun, das Nachsehen haben die gutgläubigen Autofahrer, die bei Frost auf der Strecke bleiben und per Mobiltelefon einen Abschleppwagen anfordern und ein Taxi anfordern, um ihre Fahrt fortsetzen zu können. Auf der Rückreise kehren sie in die Werkstatt zurück und hoffen, dass die Lithium-Ionen-Akkus wieder aufgeladen sind.

Wenn die Ladestation temperiert ist, wird dies auch gelingen, doch während der Heimfahrt durch die winterliche Landschaft kühlen die Akkus wieder ab und die mögliche Reichweite sinkt. Das soll lustig sein? Es gibt sicherlich genug teure Hobbys mit mehr Unterhaltungswert.
https://www.dzig.de/Elektroautos-sind-grober-Unfug

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