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Container Pleite P&R Container-Pleite

Gastautor: Jörg Wiechmann
12.04.2018, 16:09  |  1190   |   |   

Nachdem Anleger schon in den Vorjahren regelmäßig Geld mit dubiosen Anlagemodellen für Schiffe, Immobilien und Windrädern verloren haben, nun also Container. Mit rund 50.000 Geschädigten und bis zu 3,5 Milliarden Euro im Feuer könnte die jüngst verkündete P&R-Pleite gar zum größten Anlageskandal der deutschen Geschichte werden. Für Mitleid mit den Geschädigten bleibt trotzdem wenig Raum. Sind es doch immer die gleichen Gründe, warum Anleger ihr Geld in derartige Beteiligungsmodelle stecken - und am Ende verlieren: der Glaube an meist viel zu hohe und als sicher angepriesene Renditen, gepaart mit oft völligem Analphabetismus in Sachen Geldanlage. Kurz: Gier und Dummheit. Dabei sollte man von einem Anleger, der Geld für seine Altersvorsorge investiert, erwarten können, dass er sich zuvor mit dem Thema auseinandersetzt. Die Meisten informieren sich aber erfahrungsgemäß deutlich intensiver über ihr nächstes Urlaubsziel oder den Kauf einer Waschmaschine als bei der Investition fünf- und sechsstelliger Anlagebeträge. Gerade bei geschlossenen Beteiligungsmodellen, in denen man sich über Jahre bindet, ein fataler Fehler. Die Konstruktionen sind zumeist auch so komplex, dass selbst Experten sie nicht durchschauen. Allerdings ist das keine Entschuldigung für die Geschädigten. Vielmehr gilt die Maxime von Warren Buffett: Investiere nur in Dinge, die Du verstehst. Dafür wäre es allerdings notwendig, zumindest die Grundrechenarten zu beherrschen. Ich habe mit vielen Anlegern gesprochen, die begeistert mit ihrer garantierten 8%-Rendite bei Schiffsfonds geprahlt haben, bevor sie dann von der Pleite überrascht wurden. Zur Klarstellung: Wer sich im Rahmen eines Beteiligungsmodells an Immobilien, Windrädern, Containern oder Schiffen beteiligt, die in den ersten Jahren einen festen Ertrag abwerfen, der erhält zwar daraus über einige Jahre seine bspw. 8% Ausschüttung. Allerdings ist Ausschüttung eben nicht gleich Rendite. Denn wird bspw. ein über 10 Jahre zu 8% verchartertes Schiff nach Ablauf des Chartervertrages als gebrauchtes Schiff verkauft, dann erlöst es nicht selten nur die Hälfte oder weniger des ursprünglichen Schiffs- und Beteiligungswertes. Auf einen Anlagebetrag von ursprünglich 100.000 Euro erhält der Anleger in diesem Fall also über 10 Jahre in Summe 80.000 Euro Ausschüttung, verliert aber parallel dazu 50.000 Euro oder mehr seiner Einlage. Die Rendite ist damit nicht einmal halb so hoch, wie die irrtümlich von ihm als Rendite bezeichnete Ausschüttung von 8%. Und das vor Betrachtung der meist horrenden Kosten derartiger Beteiligungsmodelle, die neben den laufenden Verwaltungskosten oft einmalige Vermittlungskosten von bis zu 15% des Anlagebetrages aufweisen. Als Aktionär kann man angesichts derart hoher Kosten, der Komplexität der Beteiligungsmodelle, des hohen Risikos, der nicht vorhandenen Streuung sowie der meist jahrelangen Laufzeiten nur mit dem Kopf schütteln. Wofür das alles, wenn man stattdessen auch ganz simpel kostengünstig, transparent, jederzeit verfügbar und breit gestreut in die besten Firmen der Welt investieren kann? Allemal, wenn diese ihr Geld neben anderen Bereichen ebenfalls mit Immobilien, Schiffen, Containern oder Windrädern verdienen - und das dazu oft noch als Weltmarktführer? Im IAC verdienen wir beispielsweise im Schiffs- und Containergeschäft über unsere Aktien an der weltgrößten Reederei Maersk, im Immobiliengeschäft über unsere Aktien von McDonalds mit seinen weltweit tausenden Restaurants in 1-a-Innenstadtlagen und bei regenerativen Energien über den weltweiten Marktführer in diesem Bereich: unseren Energie-Riesen BP. Sie möchten mehr erfahren über unsere seit 20 Jahren bewährte Anlagestrategie in internationalen Qualitätsaktien? Dann fordern Sie jetzt kostenlos unsere Jubiläums-Broschüre mit Kurzportraits aller unserer 50 Qualitätsaktien an unter www.iac.de/20jahre

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