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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Stimmung bleibt dank schwächerem Euro gut
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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss Stimmung bleibt dank schwächerem Euro gut

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
10.05.2018, 18:25  |  771   |   |   

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 ist am Donnerstag nach seinem jüngsten Anstieg auf der Stelle getreten. Allerdings bremsten ihn auch Abschläge für Dividenden von Index-Schwergewichten wie der Allianz rein optisch aus. Diese werden etwa beim deutschen Leitindex Dax - der stieg deutlich - rausgerechnet. Hinzu kam ein deutliches Minus bei den Aktien des Becks-Brauers AB Inbev .

Letztendlich schloss der EuroStoxx 50 prozentual unverändert mit 3569,71 Punkten. Für den französischen CAC 40 ging es um 0,20 Prozent auf 5545,95 Zähler nach oben und der britische britische FTSE 100 legte um ein halbes Prozent auf 7700,97 Punkte zu.

Grundsätzlich lieferte die fortgesetzte Euro-Schwäche Rückenwind für Papiere aus der Eurozone. So kann eine schwächere Gemeinschaftswährung die Exporte ankurbeln. Zudem bleibt nach der Umrechnung von den in US-Dollar erzielten Gewinnen mehr in Euro übrig. Dieser hatte zuvor monatelang zugelegt, was bei vielen Unternehmen in den Geschäftsberichten für das erste Quartal negative Spuren hinterlassen hatte.

Schlusslicht im EuroStoxx waren die Aktien des Bierbrauers AB Inbev. Sie fielen um 3,5 Prozent. Die tags zuvor präsentierten Zahlen für das abgelaufene Quartal hatten den Abwärtstrend der Aktien nur kurz gestoppt. Laut Analysten blicken Investoren skeptisch auf das Wachstumspotenzial aus eigener Kraft des Konzern, der zuletzt vor allem von Zukäufen profitiert hatte. Für die Papiere des italienischen Energiekonzerns Enel ging es nach einem durchwachsenen ersten Quartal um mehr als 3 Prozent abwärts.

Unicredit-Aktien gewannen fast 2 Prozent. Der seit fast zwei Jahren amtierende Chef Jean Pierre Mustier kommt beim Konzernumbau gut voran: In den ersten drei Monaten des Jahres war der Gewinn deutlich angezogen.

Der britische TV-Bezahlsender ITV überzeugte ebenfalls mit seinen Geschäftszahlen für das erste Quartal. Die Papiere stiegen um rund 6 Prozent.

Die Aktionäre der Royal Bank of Scotland (RBS) atmeten angesichts der Aufarbeitung der Sünden aus der Finanzkrise auf. Die Bank hatte einen Vergleich mit den US-Behörden geschlossen. Der kostet zwar, die US-Ermittlungen im Zusammenhang mit Hypothekenwertpapieren sind damit aber aus der Welt geschafft. Die RBS-Papiere stiegen um 3,77 Prozent.

Die Aktien der BT Group brachen hingegen um mehr als 7 Prozent ein. Die Briten leiden unter starker Konkurrenz und Problemen im Tagesgeschäft und rechnen mit einem weiteren Gewinnrückgang im laufenden Geschäftsjahr. Mit einem schärferen Sparkurs soll zwar gegengesteuert werden, das überzeugte die Anleger zunächst aber nicht./mis/he

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