DAX+0,85 % EUR/USD-0,13 % Gold-0,05 % Öl (Brent)+0,71 %

Berkshire Hathaways Hauptversammlung 2018 Die drei besten Zitate von Charlie Munger und Warren Buffetts wichtigster Merksatz

Gastautor: Max Otte
16.05.2018, 10:09  |  1937   |   |   

Ein Beitrag von Florian König, Senior Analyst in meinem Fondsteam.

Warren Buffett und sein Partner Charles „Charlie“ Munger bilden zusammen das erfolgreichste Investoren-Duo aller Zeiten. Munger und Buffett stammen beide aus Omaha. Obwohl nur wenige Jahre zwischen ihnen liegen (Munger ist Jahrgang 1924, Buffett Jahrgang 1930), haben sich die beiden 1959 zum ersten Mal getroffen. Sie waren sofort ein Herz und eine Seele, weil sie sich intellektuell und charakterlich ebenbürtig sind.

 

Buffett dominiert den öffentlichen Auftritt, während Munger der große Schweiger zu sein scheint. Wenn Munger gefragt wird, muss man manchmal lange auf seine Worte warten. Es scheint, als sei er eingeschlafen – und dann kommt eine präzise, bissige, bildhafte und treffsichere rhetorische Meisterleistung, die den Fragesteller nicht selten erstarren lässt.

 

Kaum zu glauben, aber wahr:

Munger auf einer Hauptversammlung sogar einmal von einer Pappfigur vertreten. Doch wenn Munger redet, dann hat das Gewicht. Und obwohl Warren Buffett der Star auf Berkshire Hathaways jährlichen Hauptversammlungen ist, hat Munger oft die denkwürdigeren Zitate parat.

 

Wenn Munger über Subprime-Kredite sagt: „Wenn man Rosinen und Mist miteinander mischt, dann hat man immer noch Mist“, dann wird auch einem Laien klar, dass selbst die schönste Verpackung aus einem schlechten Finanzprodukt kein gutes macht.

 

Der simple Satz „You can always spend less“ („Man kann zu jeder Zeit weniger ausgeben“) macht einem klar, dass man auch die größte Ausgabenkrise meistern kann, wenn man nur den Gürtel enger zu schnallen gewillt ist.

 

Und der Satz „You have to play the deck that you have been dealt“ („Man muss mit den Karten spielen, die man bekommen hat“) fordert auf, das Beste aus jeder Situation zu machen anstatt zu jammern.

 

Munger gilt bei vielen Insidern als frecher, lebhafter, lebenslustiger und spendabler als Buffett. Munger steht mitten im Leben. Er kann genießen und er engagiert sich kulturell und sozial.

 

Finden Sie mit Der Privatinvestor die besten Aktien!

 

Auch in diesem Jahr, am 5. Mai 2018, haben Buffett und Munger auf der Jahreshauptversammlung wieder stundenlang Fragen zugelassen.

Und Charlie Munger lieferte auch diesmal grandios ab.

So sagte er beispielsweise: „Diejenigen von Ihnen, die, nachdem wir abgetreten sind, ihre Berkshire-Aktien verkaufen und etwas anderes damit machen, werden es noch schlimmer machen. Bewahrt den Glauben!“ Buffett und Munger versicherten den Aktionären, dass das richtige System vorhanden sei, um ihre Nachfolge zu regeln. Die kürzlich beförderten potenziellen Nachfolger Greg Able und Ajit Jain stehen bereit. Zudem können Ted Weschler und Todd Combs zukünftig noch mehr Verantwortung übernehmen. Warren Buffett wies darauf hin, dass er seit Jahren „halbpensioniert“ sei und nach und nach mehr und mehr Aktivitäten an die Nachfolger abgebe.

 

Zweites denkwürdiges Zitat aus dem Munde Mungers:

„Der Grund, warum Unternehmen ihre Aktien kaufen, ist, dass sie klug genug sind, um zu wissen, dass es für sie besser ist als alles andere.“

 

Dies war seine Erwiderung auf eine Frage über Apples vor kurzem verkündeten Rückkaufplan mit einem Volumen von 100 Milliarden US-Dollar. Sowohl Buffett als auch Munger unterstützen den Plan des Unternehmens. Hier geht es um die Frage nach dem Inneren Wert der Aktie. Angesichts von Apples Cash-Position sind sowohl Buffett als auch Munger offensichtlich der Meinung, dass die Aktie aktuell einen attraktiven Preis hat. Sonst hätten sie im Jahr 2018 keine weiteren 75 Millionen Aktien gekauft.

 

Wenn es schwierig wird, preiswerte Akquisitionsmöglichkeiten zu finden, sind Aktienrückkäufe ein probates Mittel, solange die entsprechende Aktie unter ihrem Inneren Wert gehandelt wird.

 

Und zu guter Letzt möchte ich Ihnen auch diese Aussage von Charlie Munger nicht vorenthalten:

„Jemand anderes handelt mit Mist und Sie entscheiden: ‚Ich kann nicht ausgeschlossen werden‘."

 

Der Satz erscheint etwas kryptisch, doch damit spielte Munger auf Bitcoin & Co an. Warren Buffett hatte zuvor Investoren gewarnt, dass „Kryptowährungen schlecht enden“ würden. Zwei Tage später sagte er, sie seien „Rattengift“.

 

Es sei wie bei der Dotcom-Blase Ende der 90er und bei der Immobilien-Blase bis 2007, so Munger: Viele Priavtanleger verlieren jede Vernunft und jeden Sinn für wahre Werte, wenn sie sehen, dass manche Investoren einen Haufen Geld mit bestimmten Anlagegütern verdienen. Das gleiche Szenario spiele sich heute mit den Kryptowährungen ab.

Aber auch Warren Buffett punktete in Omaha

 

Insbesondere verdeutlichte er abermals das Erfolgspotenzial einer langfristigen Aktienstrategie. Sein Beispiel: Hätte ein Anleger am 11. März 1942 einen Betrag von 10.000 US-Dollar in einen langweiligen Indexfonds – die es damals noch nicht gab – mit einem Querschnitt amerikanischer Aktien investiert, hätte sich das Geld bis heute in den Betrag von 51 Millionen US-Dollar verwandelt.

 

Vor allem dies sollten wir aus Omaha mitnehmen, werte Leser: Aktien sind Produktiv-Vermögen. Tausende Mitarbeiter arbeiten daran, den Wert des Unternehmens, und damit den Ihrer Aktien, zu steigern. Mit der richtigen Anlagestrategie können Sie zwischen 8% und 10% erzielen und Ihr Vermögen alle 7 bis 10 Jahre verdoppeln. Zudem sind Aktien Realvermögen und damit gegen Inflation und Währungsrisiken recht gut geschützt.

 

Auf gute Investments,

Ihr

Florian König,

Senior Analyst im Team von Max Otte

 

P.S.: Auf unserem Blog bringen wir täglich neue Analysen und Kommentare, vermitteln Börsenwissen und Anlagestrategien. Es lohnt sich, regelmäßig vorbeizuschauen!

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel