DAX-0,14 % EUR/USD+0,11 % Gold+0,10 % Öl (Brent)+0,51 %

Site Visit Report Camino Minerals: Die Diva ist ein Monster

Gastautor: Kai Hoffmann
28.05.2018, 08:06  |  791   |   |   

Acht Stunden und genau 617 Kilometer fuhren wir auf dem legendären Pan-Amerikanischen Highway von Lima in Richtung Süden. Um 6 Uhr ging es los und um 14 Uhr trafen wir das Managementteam von Camino Minerals im kleinen Küstenort Chala. Dies war Anfang April. Unweit von Chala liegt das Los Chapitos-Kupferprojekt der noch kleinen kanadischen Explorationsgesellschaft. Wir trafen CEO Ken McNaughton, auch K1 genannt, und den Explorationsmanager Ken Konkin (K2) in unserem Hotel, bevor wir uns direkt im Anschluss an die  lange Fahrt auf den Weg auf das Projekt machten. Wir müssen noch anmerken, dass K1 und K2 bereits seit rund 30 Jahren eng zusammenarbeiten und einige gemeinsame Erfolge vorzuweisen haben. Ihr größter ist sicherlich der Verkauf des Camino Rojo-Projektes für 238 Mio. US-Dollar an den Goldmajor Goldcorp. Camino Minerals ist eine Ausgründung hieraus. K1 ist zudem der größte Einzelaktionär von Camino.

„Das Projekt ist riesig!“

Das Los Chapitos-Projekt liegt rund 22 Kilometer außerhalb der kleinen Mining-Gemeinde am Pazifik. Rund 45 Minuten dauerte die Fahrt über eine gut zu befahrende Schotterpiste. Unsere Erkenntnisse insbesondere geographischer Natur sind schwer in Worte zu fassen und auf Papier zu bringen. Daher ein kurzes Zwischenfazit, bevor es kompliziert wird: Das Projekt ist riesig! Aus Zeitgründen beschränkten wir uns auf den Besuch der Diva-Verwerfung. Diesen Namen findet man erst auf Seite 13 der aktuelle Präsentation des Unternehmens. Er fasst aber die etwas unglücklich, einzeln benannten Entdeckungen Lourdes, Adriana, Pilar, Katty und Vicky exzellent zusammen. Und genau hier liegt schon das erste Problem von Camino. Investoren und Analysten haben auf den ersten Blick den Eindruck, dass es sich jeweils um kleine, einzelne Vorkommen handelt, die womöglich nicht miteinander verbunden sind. Doch eine der Haupterkenntnisse unseres Besuchs war die Tatsache, dass die diese fünf Damen wohl zusammenhängen und auf einen Namen hören sollten. Denn die Diva-Formation verläuft über eine Länge von fast sieben Kilometern. Anhand von Outcrops (deutsch: Ausbissen des Gesteins) und Gesteinsproben, die wir  selbst nahmen, konnte man die Formation gut verfolgen.

Einfacher wäre in diesem Fall auch besser

Der Einfachheit halber sollte man das Teilprojekt „Diva“ nennen und dann eventuell das Projekt in Diva North, South usw. unterteilen. Dies würde das große Potential besser unterstreichen. Denn wenn wir eines in den vergangenen Jahren gelernt haben: die großen Produzenten suchen große Projekte. Camino besitzt definitiv ein solches. Es ist an der Zeit, dies auch deutlich zu machen.

 

+ + MELDEN SIE SICH KOSTENLOS FÜR DAS INVESTOR MAGAZIN AN + +

Tipp: Sie können sich kostenlos für das Investor Magazin anmelden. Dann senden wir Ihnen unsere Analysen, Reports und Aktienbesprechungen jede Woche bequem in Ihr E-Mail-Postfach. Die Anmeldung ist jederzeit kündbar. Ihre Daten werden keinesfalls an externe Dritte weitergegeben.

+ + MELDEN SIE SICH KOSTENLOS FÜR DAS INVESTOR MAGAZIN AN + +

 

Wir konnten uns von dem Ausmaß des Projektes persönlich überzeugen. Vom Bohrgerät auf Adriana (siehe Bild oben) marschierten wir 15 Minuten bergab zu den Zielen Pilar und Vicky. Hier hat man bislang nur erste Gesteinsproben entnommen. Basierend auf visuellen Eindrücken gibt es jedoch keine Zweifel, dass sich der Trend hier fortsetzt. Da es nach unserer kurzen Wanderung bereits dunkel wurde – wir haben definitiv das Beste aus dem Tag gemacht – machten wir uns auf den Rückweg. Im Hotel angekommen genossen wir mit dem gesamten Team und einem Berater, der für einen großen Produzenten arbeitet – er wollte uns partout nicht verraten wer sein Auftraggeber sei – lokale Spezialitäten wie Ceviche und Lomo Saltado. Am nächsten Morgen luden uns K1 und K2 in das lokale Hauptquartier, einem angemieteten Wohnhaus, zum Frühstück ein. Man bekommt auf Site Visits nur selten Speck und Eier direkt vom Management gekocht und serviert – eine nette Geste.

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Aus der Redaktion