DAX+0,39 % EUR/USD-0,21 % Gold-0,04 % Öl (Brent)+0,29 %

Richard Branson fordert: Bargeld für alle

05.07.2018, 16:45  |  3647   |   |   

Der britische Unternehmer und Milliardär Richard Branson schlägt, in einem Interview mit der New York Times, die Ausgabe von Bargeld an US-Bürger - unabhängig vom Beschäftigungsstatus - vor. Damit sollen Einkommensungleichheiten ausgeglichen werden, so Branson. Damit ist er Befürworter für ein Grundeinkommen in den USA und in Europa.

"Ein Grundeinkommen sollte in Europa und Amerika eingeführt werden", sagte Branson gegenüber der New York Times. "Es ist eine Schande, bei diesem materiellen Reichtum Menschen auf der Straße schlafen zu sehen", so Branson. Damit spricht Branson die immer größer werdende Kluft zwischen Armen und Reichen an. Laut der globalen Hilfsorganisation Oxfam sind über 80 Prozent des globalen Wohlstandswachstums an die ersten 1 Prozent der nach Reichtum geordneten Personen gegangen. 

"Ich glaube, mit der künstlichen Intelligenz muss es auch ein Grundeinkommen geben. Ich denke, dass die künstliche Intelligenz dazu führen wird, dass es weniger Stunden am Tag gibt, an dem die Menschen arbeiten müssen", sagte Branson. Für den Milliardär ist ein Grundeinkommen die optimale Lösung, um die Einkommensungleichheit erfolgreich zu bekämpfen und der immer weiter automatisierten Gesellschaft und dem damit verbundenen Ersatz menschlicher Arbeitskraft entgegenzuwirken.

Der Gründer von Microsoft, Bill Gates, hat das Problem der künstlichen Intelligenz ebenfalls angesprochen. Für ihn geht der technische Fortschritt mit weniger Arbeitszeit einher. "Wir können uns auf die Vorstellung freuen, dass die Ferien irgendwann immer länger werden", sagte Gates dem FOX Business Network auf dem Weltwirtschaftsforum im Januar.

Ein Bericht des McKinsey Global Institutes bestätigt den Gedanken beider Milliardäre, dass die Automatisierung den Arbeitsmarkt weltweit stark stören wird. Laut einer Studie vom Dezember 2017 müssen bis 2030 weltweit 75 Millionen Arbeitnehmer aufgrund der Automatisierung ihre Berufsgruppe wechseln, knapp 400 Millionen Arbeitsplätze könnten sogar potenziell verlagert werden.

Quelle:

CNBC



1 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel