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Anlegerverlag Tesla: Jetzt könnte es erst so richtig ungemütlich werden!

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
20.08.2018, 08:02  |  1841   |   |   

Das hat gesessen: Die Tesla-Aktie (ISIN US88160R1014) hatte ja schon in der vorvergangenen Woche das Gros der „Musk-Tweet“-Rallye wieder abgegeben, aber in der vergangenen Woche kam noch einmal ein Minus von 50 US-Dollar oder gut 14 Prozent obendrauf. Der Chart zeigt: Die Anleger stimmen mit den Füßen ab, wenn es um die Frage geht, ob man noch der Ansicht ist, dass Tesla auf gutem Wege sei und CEO Elon Musk derjenige wäre, der das Unternehmen auf diesem Weg halten wird. Das derzeitig entscheidende Element ist die Sorge, dass Elon Musk mit dieser über Twitter verbreiteten Absichtserklärung, die Aktie von der Börse zu nehmen, zu „privatisieren“, dem Unternehmen nicht einen großen, womöglich sogar existenzbedrohenden Schaden zugefügt hat.

Die US-Börsenaufsicht SEC ermittelt. Wobei im Zuge dieser Information herauskam, dass die SEC offenbar schon länger genauer hinsieht, was sich da tut. Angeblich sollen erste Untersuchungen schon im vergangenen Jahr eingeleitet worden sein. Mögliche Strafen durch die SEC sind aber nur ein Aspekt, angeblich bereiten sich die Tesla-Anwälte auf Aktionärsklagen vor, die mit dem Aspekt der Privatisierung der Aktie an sich und/oder dessen überraschender Ankündigung mitten in den laufenden Börsenhandel hinein zusammenhängen können. Und das nächste Problem ist:

 

 

Elon Musk versprach in seiner Mitteilung, dass Tesla jedem Anleger, der seine Aktien nicht behalten wolle, wenn diese nicht mehr an der Börse handelbar sein würde, 420 US-Dollar pro Aktie bezahlen wolle. Er behauptet zwar, die Finanzierung dieses „Delisting“ der Aktie sei gesichert, aber dafür gibt es bislang keinen Beleg. Zudem scheint es, als wäre der Tesla-Verwaltungsrat wenn, dann nur kurz vor Musks „Tweet“ informiert und so überrumpelt worden. In der ersten Reaktion bleib die Aktie schon klar unterhalb dieser 420 US-Dollar, was, wir hatten berichtet, schon zur Vorsicht mahnte. Sie drehte bei 387 US-Dollar und damit knapp unter dem bisherigen Rekordhoch (389 US-Dollar, erreicht im September 2017) wieder ab. Und das Tempo des Abwärtsimpulses nimmt zu:

Dieser Chart auf Wochenbasis zeigt, dass der Kurs mit immenser Dynamik fällt, alleine am Freitag gab die Aktie knapp neun Prozent nach. Die 200-Tage-Linie, in diesem Chart als 40-Wochen-Linie in blau dargestellt, ist bereits gebrochen. Das nächste Kursziel ist die längerfristige Aufwärtstrendlinie bei derzeit 263 US-Dollar, darunter wäre dann das bisherige Jahres-Verlaufstief bei 244 US-Dollar ein charttechnisches Ziel. Noch halten sich die Analysten damit zurück, die Kursziele für die Aktie herunterzunehmen, die Situation ist einfach noch zu unklar. Aber wenn Tesla und vor allem der übermächtige Chef Elon Musk nicht in diesen Tagen mit absolut überzeugenden Fakten aufwarten können, werden die ersten, kräftigen Kursziel-Reduzierungen wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Tesla war schon immer eine immens spannende, aber hochvolatile Aktie. Aber jetzt ist dieses Papier ein brandheißes Eisen!

 

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