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Deutsche Anleihen geben nach - Italienische Papiere gefragt
Foto: Frank Rumpenhorst - dpa

Deutsche Anleihen geben nach - Italienische Papiere gefragt

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
22.10.2018, 13:46  |  429   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben am Montag bis zum Mittag leichte Kursverluste hinnehmen müssen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel zuletzt um 0,10 Prozent auf 159,10 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg im Gegenzug auf 0,47 Prozent.

Kursgewinne verbuchten dagegen italienische Staatsanleihen, allerdings in einem schwankungsanfälligen Handel. Zulauf erhielten daneben spanische und portugiesische Anleihen. Händler nannten als Grund zum einen die Entscheidung der Ratingagentur Moody's vom späten Freitagabend. Zwar hatten die Bonitätsprüfer die Kreditwürdigkeit Italiens abgestuft. Allerdings wurde der Ausblick für das Rating auf "stabil" gesetzt.

Angesichts der Kreditbewertung des Landes nur eine Stufe über dem sogenannten Ramsch-Bereich ist der Ausblick wichtig. Da eine weitere Abstufung jetzt zunächst unwahrscheinlich ist, seien die Ängste vor sich selbst verstärkenden Verkäufen zurückgegangen, heißt es von den Anleiheexperten der Commerzbank. Eine Ramsch-Bewertung kann Verkäufe durch professionelle Anleger und an Anleiheindizes gebundene Fonds auslösen.

Neben der Ratingentscheidung verwiesen Marktteilnehmer auf Äußerungen aus den Reihen der italienischen Regierung, die etwas zur Beruhigung beigetragen hätten. So sagte Italiens Premierminister Giuseppe Conte am Montag, dass das für 2019 geplante Haushaltsdefizit von 2,4 Prozent eine Obergrenze darstelle. Das Defizit könne letztlich auch geringer ausfallen. "Sicher" werde Italien diese Obergrenze nicht überschreiten, so der Premier.

Italiens Haushaltspolitik dominiert derzeit die Märkte in Europa. Am Montag legte die italienische Regierung der EU-Kommission ihre Antwort zu ihren strittigen Haushaltsplänen vor und bestätigte diese. Die neue italienische Regierung plant eine dreimal so hohe Neuverschuldung, wie die Vorgängerregierung mit der EU vereinbart hatte./bgf/jsl/fba

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