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Blockchain Technologie Blockchain Technologie- Stimmt, da war doch einmal etwas

Gastautor: Andreas Lipkow
01.11.2018, 17:13  |  1646   |   |   

An dem Beispiel von Eastman Kodak musste nicht viel spekuliert werden, ob der Markt übertrieben hatte oder nicht. Aber wie geht es jetzt weiter mit der Blockchain Technologie?

Blockchain Technologie- Stimmt, da war doch einmal etwas…

Die Spekulationen rund um die Blockchain Technologie haben zum Jahresanfang wilde Blüten getrieben. So meldete z. B. das US-Unternehmen Eastman Kodak den Einsatz von KodakCoins und die Aktien schossen von ca. 3,12 USD auf über 12,00 USD in luftige Kurshöhen. Eine Vervierfachung innerhalb weniger Handelstage. ( https://www.kodak.com/kodakone/default.htm )

 

An diesem Beispiel musste nicht viel spekuliert werden, ob der Markt übertrieben hatte oder nicht. Aber wie geht es jetzt weiter mit der Blockchain Technologie?


 
Aber fange ich einfach mal von vorne an, was die Blockchain Technologie eigentlich ist bzw. sein kann. Vielen Lesern ist die „neuartige“ Blockchain Technologie insbesondere durch die Kryptocoins, wie Bitcoin, Ethereum und Ripple bekannt geworden.


Was ist eine Blockchain?


Bei dem Handel mit Kryptowährungen oder Kryptotoken wird oft von Blockchain gesprochen. Es stellt sich somit konkludent die Frage: Für was ist die Blockchain gut und wofür ist sie so wichtig? Bei der Blockchaintechnologie handelt es sich um eine dezentrale Datenstruktur, welche z. B.  als Grundlage der digitalen Währungen (Bitcoin) dient. Die Dezentralität drückt sich auch in der Bezeichnung als “Distributed Ledger Technology” aus, welche u.a. die Finanzindustrie für die Blockchain verwendet. Diese Technologie zeichnet sich durch drei wichtige Aspekte aus:


    •    Dezentralität
    •    Transparenz
    •    Unveränderlichkeit


    1.    Nutzer und Entwickler der virtuellen Währungen oder Utility Token setzen auf deren Unabhängigkeit vom Zentralbanksystem oder anderen zentralen Plattformen.
    2.    Das Vertrauen in den Banken hatte in den Jahren 2007/ 2008 stark gelitten.
    3.    In diesem Zuge haben sich die Staaten einen weitreichenden Einfluss bei der Datenerhebung und Datennutzung der Bankkundendaten gesichert. Diesem Einfluss wollten sich die Entwickler der Blockchain Technologie und zu Beginn des Bitcoins entziehen.
    4.    Zentrale Plattformen werden immer öfters Ziele von Hackerangriffen


Die Kryptocoins bzw. Token mit ihren grundsätzlich dezentralen Strukturen schaffen hierzu eine Ausweichmöglichkeit. Als technische Grundlage dafür ist die Blockchain Technologie zwingend erforderlich.


Wie laufen die Transaktionen in der Blockchain ab?


Als technologische Grundlage von den meisten Kryptowährungen und exemplarisch den Bitcoins dient die Blockchain. Ein quasi offen einsehbares Register mit dem Vermerk aller bisherigen Smart Contract-Transaktionen. Dieses Verzeichnis existiert nicht zentral, sondern dezentral in Form von sogenannte Nodes auf vielen Computern. Dort wird es mit jeder neuen Transaktion aktualisiert. Neue Daten können angelegt, aber nicht mehr verändert oder gelöscht werden. Einer zentralen Authentifizierung bedarf es für die Verwaltung der daraus entstehenden Blockchain nicht. Dies erfolgt ausschließlich durch die dezentralen Ablagen sowie der Mining-Prozesse. Die Mining Prozesse spielen aber nicht bei jeder Blockchain eine Rolle. Technisch betrachtet ist die Blockchain eine zeitlich aneinander gereite Kette von Transaktionsblöcken sogenannten Hashs. Ein Hash stellt den ganzen Inhalt des Blockes als eindeutige Referenz dar. Der nächste Block verweist dann wiederum auf den Hashwert des vorherigen Blocks und ein neuer Hash wird jeweils immer vorne an eine bestehende Kette angehängt.


Ein Hash ist eine Zahl, die einen eindeutigen Wert für eine beliebige Zeichenkette darstellt. Es gibt verschiedene Arten von Hash-Algorithmen. In der Blockchain-Technologie wird meistens der Hash „SHA256“ verwendet, da dieser auch bei den Bitcoin-Transaktionen eingesetzt wird.


Ein Beispiel:


    1.    Transaktion ------- Hashfunktion -------à Hashwert 123
    2.    Transaktion ------- Hashfunktion -------à Hashwert 324
    3.    Transaktion ------- Hashfunktion -------à Hashwert 567
    4.    Transaktion ------- Hashfunktion -------à Hashwert 785


Oben sind beispielhaft vier verschiedene Transaktionen von 4 Usern aus einer Blockchain dargestellt. Die Hashfunktion (=Algorithmus) wandelt nun diese Transaktionen in jeweils eine Zeichenfolge (dem Hashwert) mit einer festen Länge (hier 3 Zeichen) um.
Für die 1. Transaktion wird der Hashwert 123, für die 2. Transaktion der Hashwert 567 zugeordnet, genauso wie mit der 3. und die 4. Transaktion bekommt den Hashwert 785 zugewiesen.


Hashfunktionen reduzieren zunächst nur Zeichen/ Transaktionen beliebiger Länge auf Zeichen fester Länge (hier immer 3 Zeichen), sie werden also in eine kurze und kompakte Form gebracht.


 Wird nun etwas in der Transaktionsfolge verändert, so führt das zu einem neuen Hashwert. Auf diese Weise kann jeder User prüfen, ob ein Hashwert zu einer bestimmten Transaktion passt.


Warum ist die Blockchain Technologie sicher?

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