DAX-1,32 % EUR/USD-0,65 % Gold-0,13 % Öl (Brent)-5,87 %

Wie Warren Buffett die Korrektur nutzt

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
06.11.2018, 10:13  |  949   |   |   

Während viele Anleger in Korrekturen und Crashs doch eher geneigt sind, ihre Aktien zu verkaufen, nutzt sie die Investmentlegende Warren Buffett immer als Kaufgelegenheit. Er wartet geradezu auf diese Momente und freut sich über günstige Bewertungen. Diese Sicht- und Vorgehensweise kann auch vielen von uns helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wichtig ist natürlich immer die langfristige Ausrichtung. Erfahre, was Warren Buffett im letzten Quartal unternommen hat.

Je mehr sie fallen, umso mehr kauft Buffett

Ende des zweiten Quartals 2018 besaß Berkshire Hathaway (WKN: 854075) (WKN: A0YJQ2) einen Kassenbestand von 111 Mrd. US-Dollar. Für das Unternehmen ist diese Summe in absoluten Zahlen gesehen einer der höchsten Cashbestände der Historie. Ende des dritten Quartals 2018 sank er nun auf 104 Mrd. US-Dollar. Insgesamt kaufte Buffett netto für 12,6 Mrd. US-Dollar Aktien. Dies ist mehr als in jedem anderen Quartal der letzten vier Jahren.

Aber wohin floss das Geld?

928 Mio. US-Dollar wurden für den Rückkauf eigener Berkshire-Hathaway-Aktien ausgegeben. Während Berkshires Kurs-Gewinn-Verhältnis verwirrend sein kann, weil es aufgrund der schwankenden Gewinne größere Sprünge macht, entwickelt sich das Kurs-Buchwert-Verhältnis stabiler und kann deshalb verlässlicher für eine Bewertung genutzt werden. Es beträgt derzeit 1,35 (05.11.2018), was unter dem eigenen historischen Durchschnitt liegt. Die Aktie ist also trotz ihres starken Anstiegs weiterhin nicht zu teuer. Der letzte größere Aktienrückkauf fand im Jahr 2012 statt.

Zudem flossen Milliarden US-Dollar in die Bank of America (WKN: 858388)-Aktie. Sie liegt immer noch unter ihren Höchstständen aus dem Jahr 1998 und bei einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von nur 1,15 (05.11.2018). Zudem steigen in den USA die Zinsen und die Steuern wurden massiv gesenkt, wodurch die Gewinne verstärkt steigen. Allein für die letzten zwölf Monate ist bei der Bank of America die Nettomarge auf etwa 24,4 % gestiegen.

Berkshire Hathaway investierte aber auch circa 600 Mio. US-Dollar in zwei sogenannte Fintech-Unternehmen. Dabei handelt es sich um die brasilianischen und indischen Zahlungsdienstleister StoneCo (WKN: A2N7XN) beziehungsweise Paytm. Beide wurden zwar durch den Manager Todd Combs ausgewählt, aber auch Buffett sieht eine große Zukunft für die Dienste.

Paytm hält in Indien mit einem Marktanteil von 68 % eine sehr gute Marktstellung. StoneCo besitzt derzeit in Brasilien nur einen Marktanteil von 4,5 %, weist jedoch ein starkes Wachstum aus. Beide profitieren vor allem vom zunehmenden Onlinehandel in den jeweiligen Ländern. Zudem lassen sich auch viele andere Dienste und Produkte sehr einfach darüber bezahlen. Paytms Marktwert lag im Januar 2018 bei 10 Mrd. US-Dollar. StoneCo führte kürzlich erst einen Börsengang durch und besitzt einen Marktwert von etwa 8,35 Mrd. US-Dollar (05.11.2018).

Im September 2018 teilte Buffett außerdem mit, auch noch weitere Apple (WKN: 865985)-Aktien gekauft zu haben. Zu Berkshires fünf größten Aktienpositionen gehören derzeit Apple, Bank of America, Wells Fargo (WKN: 857949), Coca Cola (WKN: 850663) und American Express (WKN: 850226).

Aktien immer noch besser als Anleihen

Zudem betont Buffett auch immer wieder, dass Aktien immer noch besser als Anleihen bewertet sind. Er sieht auch keine Blase. Was wird er wohl im vierten Quartal 2018, nach den fallenden Kursen im Oktober, getan haben? Wir werden es spätestens 2019 erfahren.

Was wir mitnehmen können

Du solltest für deine Aktien immer eine langfristige Ausrichtung besitzen. Warren Buffett kauft in der Regel, um sehr lange zu halten. Fünf bis zehn Jahre solltest du also immer mitbringen. Korrekturen oder Crashs können eine gute Gelegenheit seim, um bei guten Unternehmen mit günstiger Bewertung einzusteigen. Aber auch dabei sollte man immer mit Bedacht vorgehen. Wenn sie nicht zu finden sind, ist es besser zu warten.

So nimmst du die Finanzen eines Unternehmens richtig auseinander

Bist du nicht sicher, wie du die Bilanz eines Unternehmens richtig analysierst? Dann solltest du dir eine Kopie unseres Sonderberichts "15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen" schnappen, in dem dir Analyst Bernd Schmid genau zeigt, wie du das professionell machen kannst – und einige böse Überraschungen vermeidest. Klick einfach hier, um in diesen kostenlosen Sonderbericht zu einsteigen.

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel