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WASDE-Bericht belastet Weizen und Sojabohnen

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Nachrichtenquelle: Shareribs
09.11.2018, 12:35  |  538   |   
Chicago 09.11.2018 - Der jüngste WASDE-Bericht belastet die Sojabohnen und Weizen. Die Prognosen für das globale Weizenangebot wurden angehoben. Bei Mais erwartet man eine geringere Produktion, aber auch eine schwächere Nachfrage.

Im Rahmen des jüngsten WASDE-Berichtes teilte das USDA mit, dass man in den USA eine Ernte von 14,626 Mrd. Scheffel erwarte. Gegenüber dem vorherigen Bericht stellt dies eine Reduktion um 152 Mio. Scheffel dar. Grund für die Korrektur sind die geringeren Erwartungen an die Erträge, die nun bei 178,9 Scheffel/Acre gesehen werden. Bislang ging man von 180,7 Scheffel aus. Neben der geringeren Produktion geht man aber auch von einer schwächeren Nachfrage seitens der Futtermittelproduzenten und im Export aus. Hier wurden die Prognosen um 25 Mio. auf 2,475 Mrd. Scheffel reduziert. Die Lagerendbestände im laufenden Handelsjahr werden bei 1,736 Mrd. Scheffel erwartet, 77 Mio. Scheffel weniger als zuvor.

Während die Prognosen für die Weizenernte im Handelsjahr 2018/19 unverändert blieben, hat das USDA die Schätzungen für das globale Angebot um 6,7 Mio. Tonnen angehoben. Dies wird auf eine höhere Produktion und höhere Lageranfangsbestände zurückgeführt. Vor allem die Anpassung bei der Bemessung der chinesischen Produktion und die neuesten Schätzungen zur Angebotsentwicklung durch das Nationale Statistikbüro haben zu der Anhebung beigetragen. Dies trug dazu bei, dass die Schätzungen für die weltweite Weizenernte im laufenden Handelsjahr um 2,6 Mio. Tonnen angehoben wurden. Ohne den Faktor China würden die Schätzungen um 1,9 Mio. Tonnen geringer ausfallen. In Australien, Marokko, Pakistan und der Ukraine erwartet das USDA eine schwächere Produktion, in Algerien hingegen einen leichten Anstieg. Insgesamt wird die Produktion im laufenden Handelsjahr bei 682,23 Mio. Tonnen, das Gesamtangebot wird bei 927,51 Mio. Tonnen gesehen. Die Schätzungen für die Lagerendbestände in den USA wurden leicht auf 949 Mio. Scheffel reduziert. Die Exporte werden bei 1,025 Mrd. Scheffel erwartet.

Das USDA hat die Erwartungen für die Produktion von Sojabohnen in den USA gesenkt, gleichzeitig aber auch die Exportprognosen reduziert und dies so stark, dass mit höheren Lagerendbestände gerechnet wird. Die Ernte wird bei 4,6 Mrd. Scheffel erwartet, 90 Mio. Scheffel weniger als bislang erwartet, bedingt durch die Reduktion der Ertragsprognosen um 1,0 auf 52,1 Scheffel je Acre. Weiterhin rechnen die Ökonomen mit einem Export von 1,9 Mrd. Scheffel, 160 Mio. Scheffel weniger als bislang erwartet. Der starke Rückgang chinesischer Importe hat dazu beigetragen. Es wurde aber mitgeteilt, dass die Exporte von US-Sojabohnen in andere Märkte weiter stark bleiben dürften. Die US-Lagerendbestände im laufenden Handelsjahr werden bei 955 Mio. Scheffel erwartet, 70 Mio. Scheffel mehr als bislang erwartet. Weltweit erwartet das USDA Exporte von 155,4 Mio. Tonnen, wobei die Erwartungen in Brasilien um zwei Millionen Tonnen angehoben wurden. China dürfte mit 90 Mio. Tonnen vier Millionen Tonnen weniger importieren als bislang erwartet.

Im elektronischen Handel verliert Dezember-Mais 2,5 Cents auf 3,71 USD/Scheffel. Dezember-Weizen gibt 5,0 Cents auf 5,0275 USD/Scheffel ab, die Januar-Sojabohnen korrigieren um 3,75 Cents auf 8,7525 USD/Scheffel.

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