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Apple senkt Prognose Giftiger Apfel: Warren Buffetts erster Milliarden-Verlust in 2019

03.01.2019, 08:39  |  16365   |   |   

Warren Buffetts Investmentgesellschaft hat in den ersten Tages des neuen Jahres etwa 2,8 Milliarden US-Dollar verloren. Daran Schuld ist nicht eine Fehlinvestition, sondern der Kursrückgang bei Apple nach Börsenaschluss im New Yorker Handel.

Im nachbörslichen New Yorker Handel ging das Papier von Apple um gut 7,55 Prozent zurück. Somit muss Berkshire Hathaway bei seiner Apple-Position kurzzeitig ein Minus von 2,8 Milliarden US-Dollar verbuchen.

Berkshire Hathaway besitzt 252,5 Millionen Aktien von Apple, die zum offiziellen Handelsschluss am Mittwoch bei 157,92 US-Dollar pro Aktie gehandelt wurden. Gerade als der Markt schloss, war Buffetts Position 39,87 Milliarden Dollar wert. Eine Stunde später waren es noch etwa 37,1 Milliarden US-Dollar.

Die Aktie hatte sich während des Handels bei circa 157 US-Dollar gehalten. Kurz nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, dass es seine Q1-Prognose senken würde, ging das Papier auf Tauchstation und fiel innerhalb von 30 Minuten von 157,87 auf 146 US-Dollar pro Anteilsschein.

Apple hat seine Umsatzerwartungen erstmals seit 16 Jahren gesenkt. Hintergrund für die gesenkte Prognose sind eine Reihe von Faktoren - darunter eine sich abschwächende Wirtschaft in China und niedriger als erwartete iPhone Einnahmen. China ist der drittgrößte Markt von Apple - mit einem Umsatz von fast 52 Milliarden US-Dollar im letzten Geschäftsjahr. Die überraschende Ankündigung von Apple war die bisher deutlichste Bestätigung dafür, dass sich die chinesische Wirtschaft in ernsten Schwierigkeiten befindet.

Warren Buffetts Berkshire Hathaway kaufte im ersten Quartal 2018 insgesamt 75 Millionen Aktien von Apple - zu den bereits seit 2017 vorhandenen 165,3 Millionen Aktien. Buffetts sagte damals gegenüber "CNBC", dass er Apple eindeutig mag und "wir kaufen sie, um sie zu halten".

Generell könnte die Erfolgsgeschichte von Berkshire Hathaway einen Fleck bekommen, denn neben Apples Jahresperfomance von -6,79 Prozent, läuft es auch bei anderen Berkshire-Großposition nicht ganz rund: Aktien der Bank of America, die 11 Prozent des Portfolios von Berkshire ausmachen, verloren im Jahresvergleich 17 Prozent und Wells Fargo sogar 23 Prozent. Das sind die beiden größten Positionen der Holding hinter Apple.

Coca Cola, Berkshires viertgrößte Position mit 10 Prozent des Portfolios, befindet sich im positiven Bereich - ein Plus von 3 Prozent in den letzten 12 Monaten, während American Express um 3 Prozent zurückging.

Quelle:

CNBC

NYT

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Kommentare

wirklich eine putzige Umschreibung.

Natürlich hat noch niemand auf der Welt jemals Fehlinvestitionen mit Aktien gehabt. Keiner hat was falsch gemacht. Auch der große Buffet nicht. Alles nur Kursverluste.
Bäume wachsen nirgendwo ungebremst in den Himmel.

GE Investoren wissen das auch sehr gut.

Kursanstieg muss aber keine Blase bedeuten.
Auf eine Blase deutet eher ein überzogen hohes KGV.
Haha, drollige Formulierung "Schuld ist nicht eine Fehlinvestition, sondern der Kursrückgang bei Apple". Hallo, Kursverluste sind Fehlinvestitionen, bei einem so lngem nstieg wahrscheinlich auch eine entsprechende Blase die anfängt zu platzen....

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