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Twitter Habeck fürchtet Überschätzung von Twitter

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
12.01.2019, 19:06  |  751   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach seinem Abschied von Twitter warnt der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck davor, die Bedeutung des Netzwerkes für den demokratischen Diskurs zu überschätzen. Er halte es für falsch, Twitter mit der digitalen Demokratie in Deutschland gleichzusetzen, sagte Habeck der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Das hieße ja im Umkehrschluss, dass die gut 95 Prozent, die nicht bei Twitter sind, nicht Teil des demokratischen Diskurses sind. Es ist halt ein Medium, das man nutzen kann oder auch nicht", so der Grünen-Chef weiter.

Zu dem Einwand, dass er dort nun dem politischen Gegner, etwa der AfD, kein Paroli mehr bieten könne, sagte Habeck: "Die Erfahrung des vergangenen Jahres hat gezeigt, dass wir erfolgreich sind, wenn wir die eigene politische Geschichte schreiben und uns nicht an der AfD abarbeiten." Der Grünen-Politiker wies darauf hin, dass die große Mehrheit der Deutschen Twitter nicht nutze. "Diese Menschen sind doch verprellt, wenn ihnen einer sagt, Twitter sei so wahnsinnig wichtig für die Demokratie. Die Umfragen, die lustigerweise ausgerechnet im Internet verbreitet werden, sagen, es gebe eine Sehnsucht nach analoger Ansprache. Es gibt in Deutschland eine demokratische Mehrheit, die Twitter skeptisch sieht", so Habeck. Der Grünen-Vorsitzende hatte Anfang der Woche verkündet, dass er sich von Twitter und Facebook verabschiede, und sein Twitter-Profil gelöscht.


3 Kommentare

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Kommentare

"95 Prozent, die nicht bei Twitter sind"

Wirklich?
Bis vor wenigen Wochen haben die uns doch erzählt, dass der pöse Putin über einen Proxy AfD das ganze Deutsche Volk zur Marionette macht.
Irgendwas passt da nicht zusammen.
Twitter hat mit der Demokratie etwa so viel zu tun wie das E-Auto meines Nachbarn mit einem Buch aus dem (Selbstverlag) reichhaltigen Oeuvre unserer Schriftstellerwekstatt Habeck. Wer es richtig verstehen will ,wohin letztlich der jetzt wohl eher "analog "zu führende Dialog eines Herrn Habeck hinführen soll in Deutschland ,muß nur nach Bremen schauen . Thema kann doch allen Ernstes nicht sein ,ob ich mich als Nichtgrünlinker,wenn ich anderer Meinung bin, als die als die von herrschender öko- politischer Seite zu ihrem "Schutz" aufgebauten Antifaschlägertrupps, analog mit einem Kantholz (wäre ja böse ,ein strafbewehrtes Vergehen) oder nur mit gestrecktem Ellbogen niederschlagen lassen darf ( müßte ja ein sog." Fascho" als Zuwendung durch "Gutbürger" wohl akzeptieren , er sollte aber dann keinesfalls nicht so versagensbereit sein ,daß er daran stirbt -dann hat der naturgemäß selbst schuld ,nach DEREN wohlmeinender auch -gerichtsverlautbarter -Expertise).O.k.,also der Bitraum ist ja so Troll- und Bot-verseucht ,daß auch so zarte Kinderbuchautoren und Ökoschwafler sich leicht genervt fühlen . Spaß beiseite ,mal Klartext : kein Medium wie Twitter hat Schwafler ,Populisten und Schwachmaten jeglicher Couleur wie den Robert ,den Donald, aber auch "Promis" sich selbst entzaubern lassen . Nicht die Hacker oder das Medium an sich , sondern die Akteure selbst haben Schuld ,wenn sie sich bis auf die Knochen blamieren ."Analoge" Kommunikation mit diesen Damen und Herrn ?Na ,unter den gegebenen Umständen wohl eher nicht ,solange diese Verhältnisse (Antifa in D) herrschen.

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