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Schwacher Welthandel lastet auf dem Konjunkturausblick

Gastautor: Dr. Ulrich Kater
13.03.2019, 18:04  |  1232   |   |   

Makroökonomisches Umfeld: Die Einkaufsmanagerindizes zeichnen ein gemischtes Bild: In Lateinamerika deutet sich eine konjunkturelle Verbesserung an, während Asien und Osteuropa aufgrund der Schwäche des Außenhandels eher schwach in das Jahr gestartet sind. Insgesamt ergibt sich das Bild einer konjunkturellen Stabilisierung in Ländern, die 2018 unter sehr schwachem Wirtschaftswachstum litten, und leicht schwächerem Wirtschaftswachstum in anderen Schwellenländern. Der Inflationsdruck ist gering. Gleichzeitig hat die US-Notenbank durch ihre jüngsten Äußerungen für eine Entspannung des globalen geldpolitischen Umfelds gesorgt, sodass die Zinspolitik in den Schwellenländern eher gelockert werden dürfte.

 

Kapitalmärkte: Die gute Stimmung für Schwellenländeranlagen ist nicht verflogen, doch nach hohen Wertzuwächsen im Januar sind die Rentenmärkte auf einen Seitwärtstrend eingeschwenkt. Wir erwarten, dass die US-Zinspolitik im weiteren Jahresverlauf nicht wieder zu einem ernsten Belastungsfaktor für die Schwellenländermärkte wird, auch wenn wir noch eine Anhebung im September erwarten. Der Ausblick für den Welthandel ist weiterhin gedämpft. Rentenanlagen dürften von diesem Umfeld gut unterstützt bleiben.

 

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Dr. Ulrich Kater
Chefvolkswirt, DekaBank

Der promovierte Volkswirt war von 1995 bis 1999 im Stab der „fünf Wirtschaftsweisen“ für die Themen Geldpolitik und Kapitalmarkt verantwortlich. Seit 1999 hat er maßgeblich zum Aufbau der Volkswirtschaftlichen Abteilung der DekaBank beigetragen, ist seit 2004 Chefvolkswirt der DekaBank und übernahm 2006 den Vorsitz der Kommission Wirtschaft und Finanzen im Verband Öffentlicher Banken, den er bis heute innehat.

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