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Kindheitstrauma belastet Gesundheitssystem

Nachrichtenquelle: Pressetext (News)
22.03.2019, 06:00  |  310   |   |   

Los Angeles (pte001/22.03.2019/06:00) - Die privaten Ausgaben für die medizinische Versorgung und Schulden in diesem Bereich sind laut einer Studie unter der Leitung der University of California, Los Angeles http://ucla.edu deutlich höher, wenn Erwachsene über schwerwiegende negative Erfahrungen in der Kindheit verfügen. Die medizinischen Kosten des Haushalts erhöhten sich um 30 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit von Schulden verdoppelte sich, wenn ein Erwachsener drei oder mehr derartige Erfahrungen gemacht hatte.

Missbrauch mit Folgen

Zu den negativen Erfahrungen gehören Missbrauch, Vernachlässigung oder Dysfunktionen im Haushalt, die vor dem 18. Lebensjahr auftreten. Dazu zählen eine Scheidung, die Trennung von den Eltern, Gewalt in der Familie und psychische Erkrankungen der Erziehungsberechtigten. Frühere Studien hatten bereits nachgewiesen, dass körperlicher und sexueller Missbrauch mit höheren privaten Ausgaben für die medizinische Versorgung in Zusammenhang stehen.

Die Forscher haben in der aktuellen Studie erstmals das gesamte Spektrum negativer Kindheitserfahrungen und ihre Auswirkungen auf spätere private Gesundheitskosten untersucht. Zu diesen Kosten gehörten Mitversicherungen, Selbstbehalte und alle Kosten, die nicht durch eine Krankenversicherung abgedeckt werden. Die Forscher werteten Daten der Panel Study of Income Dynamics der University of Michigan aus, einer Haushaltserhebung, die in den USA seit vielen Jahren durchgeführt wird.

Interventionen notwendig

Zusammenhänge zwischen negativen Erfahrungen und privaten Gesundheitskosten haben die Forscher mittels statistischer Analysen ermittelt. Eine Kontrolle für andere Faktoren wie dem Einkommen und dem demografischen Hintergrund wurden durchgeführt. Laut der Studie werden rund zwei von drei Erwachsenen eine oder mehr schwerwiegende Erfahrungen in der Kindheit machen. Interventionen in dem Bereich könnten zur Verringerung der damit in Verbindung stehenden Kosten führen. Im nächsten Schritt werden die Forscher die Gesamtkosten für das Gesundheitssystem untersuchen. Details stehen im "American Journal of Preventive Medicine".

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Moritz Bergmann
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[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20190322001 ]



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