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Erhöht Softbank den Anteil? Wirecard & Softbank: Brauns bester Coup!

Gastautor: Volker Glaser
08.05.2019, 00:05  |  6344   |   |   

„Ich bin gerne an der Börse“, sagte Wirecard-CEO Markus Braun bei unserem Besuch auf der Bilanzpressekonferenz in München - trotz der vergangenen Wochen, die aufgrund der Attacken der Financial Times durchaus turbulent waren. Neu sind derartige Angriffe für Braun allerdings nicht. Seit dem Jahr 2008 muss sich Wirecard immer wieder mit verschiedenen Angriffen und Vorwürfen auseinandersetzen. Bisher ist Wirecard jedoch aus diesen Situationen immer wieder gestärkt hervorgegangen.

Auch dieses Mal stehen die Sterne wohl gut für den CEO, der als einziger unter den Firmenchefs im DAX nennenswert an „seiner“ Firma beteiligt und zumindest auf dem Papier Milliardär ist. Mit dem geplanten Einstieg der japanischen Softbank bei Wirecard ist Braun ein echter Coup gelungen. Wir sehen die Transaktion auch als Brauns besten Deal seit seinem eigenen Einstieg als Vorstand bei der Wirecard vor über 15 Jahren an. Wie wir aus dem Umfeld von Softbank erfahren, kam der Kontakt zu Wirecard vor etwa 2 Monaten zustande. Braun war ganz heiß auf eine enge Partnerschaft mit den Japanern. Der CEO erkannte schnell, dass eine Partnerschaft mit Softbank das eigene Wachstum nochmals deutlich beschleunigen kann. Die Japaner werden Wirecard beim Markteintritt in Japan und Südkorea unterstützen. Zudem ist es das Ziel, dass Wirecard bei den globalen Portfoliounternehmen von Softbank mit seinen Zahlungsdienstleistungen zum Zuge kommt und damit das eigene Kundenportfolio deutlich ausweitet. Softbank ist beispielsweise an Uber, DiDi und Grab beteiligt, die solche Lösungen benötigen. Softbank war durchaus bereit für eine enge operative Kooperation.

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Im Gegenzug verlangte Softbank jedoch eine Beteiligung an Wirecard. Braun bestätigte, dass Wirecard eigentlich „kein Geld“ benötigt, und die Japaner die Kooperation nur vereinbarten, wenn sie eine Beteiligung erhalten. Die Summe von 900 Mio. Euro war Wunsch von Softbank. Der Einstieg erfolgt über eine Wandelanleihe bei einem Wandlungspreis von 130 Euro, einem Kupon von 1.9 % und einer Laufzeit von 5 Jahren. Die Transaktion steht unter der Bedingung, dass die Hauptversammlung am 18. Juni die Zustimmung erteilt, weil die entsprechenden Beschlüsse aktuell nicht vorhanden sind. Da Wirecard das Geld eigentlich nicht braucht, stellt sich die Frage der Verwendung: Braun könnte das Geld nehmen, um Kredite zu reduzieren oder um wieder mehr Gas auf der Akquisitionsseite zu geben. Beides offen.

Nach einer möglichen Wandlung wird Softbank am DAX-Konzern einen Anteil von mehr als 5 % halten. Eigentlich ist eine solche Beteiligung für die Japaner zu wenig. Wie zu hören ist, kann sich Softbank eine Erhöhung der Beteiligung....

Unseren vollständigen Bereicht zu Wirecard, Details zum Vorhaben von Softbank, wie die Japaner die Vorwürfe gegen Wirecard der Financial Times bewerten, ob Braun die Prognose für 2019 anheben und warum die Aktie jetzt wieder spannend ist, lesen Sie hier: 

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