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Forex-Report Trump spielt auf Moltkes Klaviatur, Fokussierung auf China und EU

Gastautor: Folker Hellmeyer
20.05.2019, 10:31  |  1042   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1153 (07:21Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1151 im fernöstlichen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 110.20. In der Folge notiert EUR-JPY bei 122.88. EUR-CHF oszilliert bei 1.1284.

Die wichtigste Nachricht seit Freitag lieferte die US-Administration. Man beginnt General Moltkes Lehren zu berücksichtigen. Man schlägt nicht mehr jede Schlacht, sondern bemüht sich, nur die Schlachten zu führen, die man gewinnen kann. Fokussiertes Handeln wird deutlich, aber losgelöst von internationalen Rechtsnormen. Letzteres wirft Fragen auf, die Antworten erzwingen.

In dem Konflikt mit Kanada und Mexiko hat sich Trump dank der Größe der US-Wirtschaft und der Kleinheit von Mexiko und Kanada durchgesetzt.

Die US-Regierung hat sich mit Kanada und Mexiko auf die Abschaffung von gegenseitigen Zöllen verständigt. Man erwartet, dass das Freihandelsabkommen USMCA in Kürze in Kraft treten könne.

Mit dem Wegfall der Zollschranken entlastet Trump vor allen Dingen die zuletzt leicht angeschlagene US-Automobilbranche und den durch die 737 Max Affäre belasteten Konzern Boeing (Zölle auf Stahl und Aluminium fallen weg).

Aus dieser Maßnahme eine generelle Neuausrichtung der US-Regierung zu interpretieren, wäre naiv.

Ganz im Gegenteil wurde hier eine Frontlinie auf dem amerikanischen Kontinent abgebaut, um fokussierter an den Fronten China und EU zu agieren.

Dabei steht China erkennbar im Vordergrund, denn gegenüber der EU fallen harsche Worte, aber es folgen „barmherzige“ Maßnahmen, indem zunächst die Zölle auf Kfz-Importe um sechs Monate aufgeschoben wurden. Man nimmt sich einen Wirtschaftsraum nach dem anderen vor. China steht oben auf der Liste!

Die neue Strategie der USA gegenüber China verlagert sich auf Einflussnahme auf Unternehmen.

Aktuell gilt der Angriff dem chinesischen Technologie-Paradepferd Huawei. Alphabet hat Teile der Beziehungen zu Huawei eingestellt, nachdem die US-Regierung den Konzern auf eine Schwarze Liste gesetzt hat. Huawei wird keine Updates für das Betriebssystem Android erhalten.

Deutsche Unternehmen sind bekannt für vorauseilenden Gehorsam. Infineon setzt laut der Nachrichtenagentur Nikkei Chip-Lieferungen an Huawei aus.

Die USA streben eine extraterritoriale Wirkung US-Rechts an. Dahinter verbirgt sich ein totalitärer Anspruch.

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