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METRO IM FOKUS Kretinskys Übernahmepläne - Chance oder Risiko?

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
22.07.2019, 13:45  |  1004   |   |   

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Handelskonzern Metro steht vor einer Übernahme. Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky will das deutsche Unternehmen zusammen mit einem Partner kaufen. Möglich wurde dies, nachdem der Zusammenhalt der bisherigen Großaktionäre zerbröckelt ist. Der Familienkonzern Haniel will aussteigen, nachdem er über die Jahre Milliarden auf seine Investition abschreiben musste. Bei der Metro ist man nicht begeistert. Die offizielle Stellungnahme des Managements wird für diesen Mittwoch erwartet. Was bei Metro los ist, was Analysten sagen, und was die Aktie macht.

DAS IST LOS BEI METRO:

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Kretinsky will eigenen Aussagen nach mit seinem slowakischen Partner Patrik Tka die volle operative Kontrolle über Metro übernehmen, um eine "klare Wachstumsstrategie" verfolgen zu können. Mit Details dazu hält sich der Investor aber zurück. Es ist anzunehmen, dass Kretinsky nach einer Übernahme stärker in den laufenden Betrieb eingreifen könnte, als es die bisherigen Großaktionäre um die Familien Haniel, Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim getan haben. Im Handel ist Kretinsky bislang aber ein unbeschriebenes Blatt. Der Finanzinvestor hat seine Engagements zuvor vor allem auf die Energie- und Industriebranche konzentriert.

Am deutschen Handel, der durch hohen Konkurrenzkampf und harten Preiswettbewerb ausgesetzt ist, hat sich dabei schon manch ausländischer Investor die Zähne ausgebissen. Der weltgrößte Händler Walmart versuchte Ende der 1990er Jahre, ein Bein in das Geschäft zu bekommen, warf aber nach einigen Jahren und Milliardenverlusten entnervt hin - die überdimensionierten Märkte verkaufte er an Metro. Der kanadische Händler HBC scheiterte bei dem von Metro übernommen Warenhauskonzern Kaufhof, US-Milliardär Nicolas Berggruen verhob sich zuvor bei der Übernahme des insolventen Konkurrenten Karstadt.

Nun will sich Kretinsky bei Metro versuchen. Der Düsseldorfer Konzern schwächelt seit Jahren und befindet sich seit längerem im Wandel. Einst ein großer Gemischtwarenladen mit verschiedensten Groß- und Einzelhandelsaktivitäten, ist er nun auf dem Weg zum reinen Händler für Profikunden und Gastronomie. Im Zuge dessen trennte sich Metro neben Kaufhof von einer Reihe von Geschäftsbereichen. Vor rund zwei Jahren spaltete sich der Konzern als wichtigsten Baustein in einen Großhändler und einen Elektronikkonzern (die heutige Ceconomy ) auf. Der Hintergedanke: ein reiner Großhändler soll dem zäh laufenden Geschäft wieder mehr Wachstumschancen bieten.

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