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Strafzinsen Banken nehmen Sparer aus

09.08.2019, 10:07  |  14662   |   |   

Immer mehr Banken verlangen von Sparern für die Verwahrung größerer Guthaben Negativzinsen. Schuldner hingegen müssen neuerdings teilweise keine oder sogar Minuszinsen zahlen. Man bekommt also Geld fürs Schuldenmachen und muss Geld fürs Sparen zahlen.

Insgesamt 112 deutsche Banken und Sparkassen erheben bereits von einem Teil ihrer Privat- und/oder Geschäftskunden Negativzinsen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Bankenumfrage des Verbraucherportals Biallo aus der die "Süddeutsche Zeitung (SZ)" zitiert. Die meisten Geldhäuser verlangen Strafzinsen in Höhe von -0,40 Prozent p. a.. Damit geben die Banken den negativen Einlagezins der Europäsischen Zentralbank (EZB) an ihre Kunden weiter.

Genau 30 deutsche Geldhäuser berechnen Privatkunden Negativzinsen. Die Volksbank Eisenberg und die Raiffeisenbank Gmund berechnen bei Giro- und Tagesgeldkonten ab 100.000 Euro Guthaben einen Negativzins von 0,40 Prozent. Die Berliner Sparkasse verlangt den gleichen Strafzins, allerdings erst ab Einlagen in Höhe von einer Millionen Euro.

Bankvorstand Josef Paul erklärte am Mittwoch gegenüber der "FAZ": "Eine Entscheidung [bzgl. der Negativzinsen] ist in unserem Haus noch nicht gefallen. Konsequent wäre aber eine Weitergabe an die Verursacher". Mit Verursacher meint Paul wohlhabende Kunden, die ihr Geld auf Konten parken.

Hans-Walter Peters, der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, sieht dies ähnlich: "Ich persönlich könnte mir etwa vorstellen, dass viele Banken auf Dauer nicht mehr umhinkönnen, die zusätzlichen Belastungen auch in der Breite an Privatkunden weiterzugeben".

Doch es ist umstritten, ob Negativzinsen für Bankguthaben rechtens sind. Die S.Z schreibt: "Zinsen zahlen Schuldner, so steht es im Bürgerlichen Gesetzbuch, und nicht Anleger, und das sollte auch, bitte schön, so bleiben".

Autor: Ferdinand Hammer

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4 Kommentare

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Kommentare

Leute es wird noch dicker kommen. Die Banken haben hinter unserem rücken beschlössen das sie uns geld nehmen darf, zurück halten darf und nicht wieder geben braucht. Zu ersten hat der ponziverein beantragt das im Falle einer bleite die Bank alles über 10k behalten darf zur "rettung" der bank. Als das durch wart kahm zunächst das sie lohnzahlunge oder auch Anweisungen bis 21 Tage ohne weitern Gründen zurück halten darf um die Schulden zu begleichen. Der letzt Punkt was beschlossen wurde ist wenn du z.b ein Auto kaufen willst und das Geld dafür hast, musst du trotzdem bei der Bank betteln um dein eigenes Geld zum Kauf eines Autos Hauses oder sonst was größeres an zu schaffen. Banken sind die Kirchen vom Mittelalter!!!
Das ist echt ungerecht...finde wer nix verdient sollte auch Strafzinsen zahlen - wer über 20.000 € aufm Konto hat sollte verschont werden, weil der auch sonst Steuern zahlt!

Ausserdem sollte Gehälter der Bankvorstände verdoppelt werden, weil die uns doch beschützten!

Außerdem sollte jeder mind. drei Bankkonten unterhalten und Gebühren dafür zahlen..

Wer mind 5 Jahre bei der DBK gearbeitet hat wird straffrei gestellt....und Finanzbeamte dürfen auch nach 5 jahren zu garantiert hohe gehältern in die bankwirtschaft wechseln um zu helfen merh Steuer"lücken" zu finden.

So jetzt schluss damit linkes Bankenbashing! Ohne unsere Qualitätsinstitute hätten wir die 2009 Krise nicht überstanden!

Achja Bundesverdienstkreuz für Ackermann noch Mister 25%!
Nicht "die Banken", sondern staatliche Noten-/Zentralbanken
verursachen die Abzocke der Privatkunden bzw. Bankguthaben Besitzenden.
Zu Gunsten der mit Sozialgeld um sich werfenden Staaten/Politiker
und ihrer Sozialgeld beziehenden Kundschaft.

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