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DEUTSCHE WOHNEN IM FOKUS Drohender Mietendeckel sorgt für Unsicherheit

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
14.08.2019, 14:56  |  979   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen verdient trotz der Debatte um ein Einfrieren von Mieten noch immer gut mit seinen Wohnungen. Die Mieteinnahmen wachsen weiter. Allerdings hinterlässt der drohende Mietendeckel im wichtigsten Markt Berlin erste Spuren in der Bilanz. Auf der Suche nach neuen Erlösquellen nimmt der Konzern nun verstärkt Pflegeheime in den Blick und nutzt die hohen Wohnungspreise für mehr Verkäufe. Was bei Deutsche Wohnen los ist, wie der Konzern von Analysten bewertet wird und wie sich die Aktie entwickelt hat:

LAGE DES UNTERNEHMENS:

Deutsche Wohnen gehört zu den größten Wohnimmobilienkonzernen Deutschlands und verdient seit Jahren dank steigender Mieten vor allem in Berlin gut. Im ersten Halbjahr 2019 zahlten Mieter der Deutschen Wohnen im Durchschnitt pro Quadratmeter 6,73 Euro kalt, in Berlin waren es 6,82 Euro. Damit überwiesen Mieter auf vergleichbarer Basis im Schnitt 3,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, in den 116 000 Berliner Wohnungen sogar 3,6 Prozent mehr.

Das ließ zwar den Gewinn des MDax-Konzerns im laufenden Geschäft (Funds from Operations 1, kurz FFO 1) um mehr als 13 Prozent auf 283,4 Millionen Euro wachsen. Unterm Strich ging der Konzerngewinn aber zurück. Mit 603 Millionen Euro lag das Halbjahresergebnis knapp 50 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Dazu trug bei, dass der Wertzuwachs von Wohnungen geringer eingeschätzt wird als vor einem Jahr. In diesem Zusammenhang verwies das Unternehmen auf den Berliner Plan, die Mieten für fünf Jahre einzufrieren.

Große Wohnimmobilienkonzerne stehen schon seit längerem wegen der anziehenden Mieten in Metropolen unter Dauerbeschuss. Neben einem Mietendeckel - der Berliner Senat hat sich erst kürzlich auf Eckpunkte dazu geeinigt - will eine Berliner Bürgerinitiative die Enteignung großer Immobilienfirmen durchsetzen. Der Senat prüft noch, ob das angestrebte Volksbegehren zugelassen werden kann. An der prestigeträchtigen Karl-Marx-Allee schnappte das Land der Deutschen Wohnen erst vor kurzem mehrere hundert Wohnungen vor der Nase weg.

Auf die anhaltende Kritik reagierte das Management der Deutschen Wohnen mit einem freiwilligen Mietendeckel. Demnach soll es keine Mieterhöhung geben, wenn ein Haushalt mehr als 30 Prozent seines Nettoeinkommens für die Nettokaltmiete einer angemessenen Wohnfläche aufwenden muss. Um diese Härtefallregelung zu nutzen, müssen Mieter ihr Einkommen offen legen.

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