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Crash-Prophet Markus Krall Zombieunternehmen lösen nächste Bankenkrise aus

26.08.2019, 14:52  |  12389   |   |   

Die Europäische Zentralbank arbeitet am Kollaps des monetären Systems - dem Banken-Crash, so die Überzeugung von Markus Krall. Dies soll sich Ende 2020 vollständig zeigen und in einer 3-Phasen-Rezession niederschlagen: Bankenpleiten, Rettungsversuche mit Helikoptergeld, Ende des Euros. Im Mittelpunkt stünden die Banken und ihre fehlenden Erträge.

"Es ist der Geisteszustand unserer Gesellschaft, der unser ökonomisches Problem bewirkt. Und zwar deswegen, weil er sich in der Null-Zins-Politik, der größten Geistlosigkeit ökonomischer Scheinwissenschaft, seitdem es die Ökonomie als Wissenschaft gibt, ausdrückt", so Markus Krall bei seinem jüngsten Vortrag am 24. August 2019 auf einer Veranstaltung der "Epoch Times".

Die zwei wesentlichen Wirkungen von Null-Zins und Negativ-Zins führen laut Krall zur Ertragserusion der Banken, denn, so führt Krall weiter aus, "in der Null-Zins-Welt können die Banken nicht mehr ihr Geschäftsmodell fahren und ihre Erträge sinken jedes Jahr". Und weiter: "Die Erträge fallen schneller als sie die Kosten zurückführen können".

Der zweite Effekt des Null-Zins sei, dass er Unternehmen am Leben erhält, die Pleite machen sollten. So findet eine Aussortierung nicht mehr statt, weil "Unternehmen durch die Subvention am Leben erhalten werden, weil sie keine Zinsen mehr zahlen müssen". Als Resultat beobachtet Krall: "Jedes Jahr gehen weniger Unternehmen Pleite als das in den Jahren zuvor der Fall war".

Langfristig sähe es so aus, dass diese Pleite-Unternehmen die Bilanzen der Banken "verseuchen" und am Ende für deutliche Verluste bei den Banken sorgen werden, meint der Ökonom. Und vor dem Hintergrund der einsetzenden Rezessionsanzeichen macht Krall bereits die ersten Opfer dieser Null-Zins-Politik vor allem in den Industrien aus, die ihren Strukturwandel über zehn bis 15 Jahren hinausgeschoben haben.

"Wenn die Ertragserusion und die Pleiten der Zombieunternehmen zunehmen, dann wird es in einer Abwärtsspirale münden, denn weil jedes Pleitegehen eines Zombieunternehmen die Erträge der Banken weiter senkt und die Risikokosten weiter erhöht sowie die Fähigkeit der Banken, Kredite frisch zu vergeben, einschränkt", so Krall. In diesem Szenario wird es sehr bald zu einer Beschränkung der Kreditvergabe kommen.

In der Folge wird die Geldmenge schrumpfen und ein deflatorischer Schrumpfungsprozess einsetzen. "Am Ende werden all diese Zombieunternehmen (...) pleitegehen und wahrscheinlich auch einige Pleite gehen, die normalerweise nicht Pleite gegangen wären, aber in diesem Strudel (...) mitgerissen werden", meint Krall. In der Folge kommt es zu einer hohen Arbeitslosigkeit und einer Bankenpleite, die größer sein wird als alles, was bisher bekannt ist.

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9 Kommentare

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Kommentare

Weltweit Kapitalismus
China ?
Saudi arabien
Russland?

Ist eher Überwachungsstaat plus Kleptokratie...bzw. Oligarchie

NEIN - es gibt da keine geheimen Pläne --das sind Machtkämpfe...
Auch hier zeigt sich mal wieder das dies alles erst möglich wurde durch den Wegfall des Ostblocks.

Es handelt sich einfach um grenzenlosen Kapitalismus und den parallel Versuch eine neue Weltordnung aufzubauen.

War abzusehen wo das hin geht, wie auch die Wahlergebnisse zeigen.!
Solange die USA weltweit ihre Dollars unters Volk bringt, wird es weiterlaufen...erst wenn es zu zu einer Vertrauenskrise kommt - weil die Verschuldung dort immer weiter ansteigt...könnte den Marktteilnehmern auffallen - das weder der € noch Gold oder gar Bitcoins einen Ausweg bieten...

Das der € gefährdet ist - der übliche Schwachsinn, der seit Einführung regelmässig angekündigt wird...Europa BRAUCHT keine Kapital oder Rohstoffimporte und kann sich bequem selbst finanzieren und die Politik hat sich längst für den € entschieden...!

Banken werden übrigens auch immer weniger gebraucht -- außer beim Immobilienfinanzierung verfügen die meisten Teilnehmer über genug Eigenfinanzierung (außer eben Crash im Dollar).
Zombieunternehmen sind vor allem auch BANKEN -weil die operieren wie im 19. Jahrhundert und weder durch Fusionen - noch durch Pleiten aus dem überbesetzten Markt ausscheiden wollen..

Die EZB macht alles richtig und die halbe Welt würde gerne in Europa einwandern - sei es wegen dem Sozialsystem (usa kotz) - sei es wegen der Umweltpolitik (china grumph) oder der Demokratie (russland usw usf.) oder überkommender Strukturen (Brexit)...
Und nicht nur Afrika (Wohlstand) oder Süd/Mittelamerika (Kriminalität+Chaos)..

Wer mit offenen Augen durch die Strassen läuft -- wird die Meinung sicher teilen--wer über Statistiken brütet....viel Spass...
Das Problem sehe ich eher darin, dass heute keine adäquate Risikoprämie von den Privatanlegern mehr verlangt wird. Es werden hohe Risiken platziert und mit lächerlich geringen Risikoprämien von den Unternehmen (mit Billigung der emittierenden Banken) vergütet. Das Resultat kann man am Desaster der Mittelstandsanleihen ablesen, bei denen jede vierte zu einem Totalausfall für die Anleger geführt hat. Banken haben sich da eher weniger engagiert, denn die kennen den Preis des Risikos. "Pleite" gehen die Privatanleger.
Das Argument mit der abgeschwächten Selektion kann man teilen.

Banken sollten allerdings bzgl. Zinserträgen recht unabhängig von jeweiligen Zentralbankzinsen sein. Sie verdienen an der Spanne.

Problematisch sind fallweise eher die Anleihen, deren Kurse jedoch mit fallenden Zinsen auch gestiegen sein sollten.

So gesehen würde es richtig kritisch erst bei steigenden Zinsen, wenn die Anleihekurse in den Keller gehen.

Komisch nur, daß es immer heißt, die niedrigen Zinsen seien schlecht für die Banken und auch, daß zumindest unsere deutschen ja wirklich miserabel dastehen.

Wird also doch was dran sein, was ich offensichtlich nicht verstehe.

Disclaimer

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