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Deutsche Umwelthilfe zur IAA 2019 Vertrauen wiederherstellen, 11 Millionen Betrugsdiesel nachrüsten und Ausstieg aus Verbrenner bis 2025 zusagen

Nachrichtenagentur: news aktuell
11.09.2019, 12:40  |  263   |   |   
Berlin (ots) - Deutsche Umwelthilfe erwartet von Herstellern ein
Ende des Betrugs an Autokäufern bei Stickoxid- und Klimagasemissionen
- Autokonzerne müssen alle 11 Millionen betroffenen Diesel-Fahrzeuge
mit Abschalteinrichtungen auf eigene Kosten mit einer
funktionierenden Abgasanlage nachrüsten - DUH erwartet anlässlich der
IAA-Eröffnung im Beisein der Bundeskanzlerin eine verbindliche Zusage
der Konzernchefs von BMW, Daimler und VW, für jeden betroffenen
Diesel-Pkw die enthaltenen Abschalteinrichtungen offenzulegen und für
alle Pkw-Neuwagen die CO2-Werte nach der geltenden EU-Norm zu
veröffentlichen - DUH bekräftigt 12-Punkte-Plan für Klimaschutz und
Erhalt der Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie

Mit einem haushohen "Airframe" hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH)
vor den Toren der Internationalen Automobilausstellung IAA eine
kritische Bilanz nach vier Jahren Abgasskandal gezogen: Die Botschaft
lautet: "11 Millionen betrogene Dieselkäufer, 57 vergiftete Städte
und 800.000 kranke Menschen, keine Hardware-Nachrüstung durch BMW und
Co."

Die DUH fordert die Autohersteller anlässlich der IAA auf, den
Betrug an Autokäufern und das Konterkarieren von Klimaschutzzielen
endlich zu beenden. Dazu gehören die lückenlose Aufklärung des
Abgasskandals, ehrliche Abgas- und Spritangaben sowie eine
Hardware-Nachrüstung für die Abgasreinigungssysteme aller
Betrugs-Diesel auf Kosten der Hersteller. Von der Bundesregierung
fordert die DUH als klares Signal für Klimaschutz und zukunftsfähige
Arbeitsplätze die Ankündigung, ab dem 1. Januar 2025 keine Pkw mehr
mit reinen Verbrennungsmotoren zuzulassen.

"Wir erwarten von den Autokonzernen ein Ende des immer noch
fortgesetzten Betrugs an Autokäufern und Klimaschutz. Hierzu müssen
die Hersteller alle 11 Millionen Diesel-Fahrzeuge mit immer noch
aktiven Abschalteinrichtungen auf eigene Kosten mit einer
funktionierenden Abgasanlage nachrüsten. Zur morgigen Eröffnung der
IAA fordern wir die Vorstände von BMW, Daimler, VW & Co. auf,
verbindlich zu erklären, dass sie für jedes vom Abgasbetrug
betroffene Euro 5 und Euro 6 Diesel-Modell die darin aktiven
Abschalteinrichtungen veröffentlichen", sagt Jürgen Resch,
Bundesgeschäftsführer der DUH.

Alle Besitzer von Diesel-Pkw der Abgasstufe Euro 5 und 6 sollten
wissen, bei welchen Außentemperaturen, in welchem Fahrmodus, bei
welchen Beschleunigungen oder Motordrehzahlen oder nach wie vielen
Minuten Fahrzeit die Abgasreinigung deaktiviert wird. Zum einen, um
entsprechende Ansprüche auf Rückgabe oder Reparatur dieser Fahrzeuge
gegenüber den Herstellern durchzusetzen. Zum anderen, um bis zu
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