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KLÖCKNER IM FOKUS Gebeutelte Aktie läutet Erholung ein

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
12.09.2019, 08:35  |  458   |   |   

DUISBURG (dpa-AFX) - Noch vor kurzem war die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co für Anleger so attraktiv wie der Glöckner von Notre Dame. Mehrere Gewinnwarnungen beförderten den Wert zwischenzeitlich auf neue Allzeittiefs. Alleine von April bis Juli ging es um rund 40 Prozent nach unten. Doch seit Übernahmehoffnungen die Runde machen, mausert sich das hässliche Entlein. Auch Analysten erwärmen sich wieder für den Duisburger Distributor.

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Es spricht für sich, dass erst eine mögliche Übernahme der Klöckner-Aktie wieder Leben eingehaucht hat. Denn was das laufende Geschäft und die Kommunikation mit den Investoren angeht, hat der Stahlhändler Vertrauen verspielt. Noch im März hatte das Unternehmen vollmundig verkündet, im laufenden Jahr solle dank höherer Stahlpreise der Umsatz und der operative Gewinn (Ebitda) steigen. Analysten waren erfreut und Anleger griffen zu.

Doch schon Ende April sah die Welt ganz anders aus. Der Stahlhändler warnte vor einem schwachen operativen Gewinn im laufenden Jahr. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sollte "vor wesentlichen Sondereffekten" nur noch bei 180 bis 200 Millionen Euro liegen. Zuvor hatte Klöckner beim Ebitda einen Wert über dem Vorjahr von 227 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Dass sich die Begeisterung der Analysten über die Rochaden in Grenzen hielt, überrascht nicht. Auf die Warnung im April hagelte es negative Kommentare. Doch nicht nur hausgemachte Probleme machten dem Stahlhändler zu schaffen. Auch aus der Stahlbranche gab es kräftig Gegenwind. Rezessionssorgen, Überkapazitäten und der daraus resultierende Preisdruck ließen Zahlen und Kurse absacken. Eine weitere Gewinnwarnung Ende Juli, nach der Klöckner nur noch von einem bereinigten Ebitda von 140 bis 160 Millionen Euro für das Geschäftsjahr ausgeht, drückte die Aktie zwar auf ein Allzeittief, kam angesichts des schwachen Umfelds aber nicht mehr aus heiterem Himmel.

Die niedrige Bewertung durch den Kursrutsch hatte indes einen anderen Effekt. Nachdem Analyst David Varga vom Bankhaus Metzler die Aktie schon kurz nach der zweiten Warnung als Schnäppchen bezeichnet hatte, ließen Spekulationen auf eine Übernahme nicht mehr lange auf sich warten. Ende August war es soweit: Das "Handelsblatt" berichtete über einen möglichen Kauf des Stahlhändlers durch den Stahlproduzenten und Industriekonzern Thyssenkrupp . Ganz neu war die Idee nicht, denn bereits im Juni hatte das "Manager Magazin" über eine mögliche Übernahme nachgedacht. Trotzdem reichte es für einen Kurssprung, zumal der Bericht auf Gespräche zwischen den Unternehmen verwies. Thyssenkrupp-Chef Guido Kerkhoff hatte zudem mehrfach erklärt, "Konsolidierungsoptionen" für die Stahlgeschäfte zu prüfen.

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