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Auf den Spuren von VARTA? IBU-tec: Batteriematerialien zünden den Turbo!

Gastautor: Volker Glaser
16.09.2019, 05:45  |  1685   |   |   

Bei der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt dreht sich alles um ein Thema. Jeder redet von der Elektromobilität. Ulrich Weitz, CEO der IBU-tec Gruppe wird’s freuen. Wir haben den Firmenchef, der mit seiner Familie die Gesellschaft mehrheitlich kontrolliert, bei der Herbstkonferenz von Equity Forum zum Hintergrundgespräch getroffen. IBU-tec hat ein gewaltiges Highlight im Portfolio: Batteriewerkstoffe für die Elektromobilität und für stationäre Energiespeicher!

Seit 2015 hat das Unternehmen die Kundenzahl im Bereich Batteriematerialien verdoppelt. Nachdem in der Vergangenheit überwiegend Probematerialien ausgeliefert wurden, ist IBU-tec heute zunehmend als Zulieferer in die laufende Produktion eingebunden und profitiert damit von weltweit steigenden Produktionszahlen bei Batterien für E-Mobilität und stationäre Energiespeicherung. Einige Kunden ordern schon mit großem Volumen. Im Juni dieses Jahres verkündete Weitz, dass seine Firma einen globalen Anbieter von Batterien für E-Mobilität aus Asien direkt mit unmittelbar in der Batterieherstellung verwendeten Materialien beliefert. Die Lieferbeziehung ist langfristig angelegt, wobei konkrete Mengen quartalsweise von dem asiatischen Technologiekonzern abgerufen werden.

Das Wachstumm mit diesen Produkten ist immens. Die bisherigen Erwartungen werden allesamt übertroffen. Zunächst ging der CEO im Bereich Batteriematerialien von einem Wachstum von rund 50 % in 2019 aus. Später wurde die Kennzahl auf rund 100 % Zuwachs gegenüber dem Vorjahr konkretisiert. In den ersten 6 Monaten lag der Umsatz sogar um rund 150 % über dem Vorjahreszeitraum. Nach unseren Berechnungen dürfte sich der Umsatz aus den Batteriewerkstoffen auf mehr als 6 Mio. Euro in 2019 verdoppeln. Aktuell werden die Kapazitäten von ca. 3 000 Tonnen lediglich zu einem Zehntel genutzt. Weitz muss somit bei diesem Geschäft zunächst nicht in zusätzliche Kapazitäten investieren. 2020 könnte bereits mit Batteriematerialien mehr als 10 Mio. Euro Umsatz erzielt werden. Kurz nach dem Börsengang im Jahr 2017 machten sich Investoren schon Sorgen, dass IBU-tec im Automobilbereich aufgrund der Abkühlung bei Dieselfahrzeugen wegen des deutlichen Umsatzrückgangs bei Katalysatoren für Verbrennungsmotoren doch keine knackige Wachstumsstory liefern kann. Wegen der extremen Nachfrage nach Batteriewerkstoffen für die Elektromobilität ist dies inzwischen zweitrangig. Glück gehört einfach zum Geschäft dazu.

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