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Legaler Cannabismarkt Cannabis-Überangebot in Kanada: Aktiencrash nach Preisverfall?

11.11.2019, 13:48  |  10336   |   |   

Weitere Hiobsbotschaft für Fans von Cannabis-Aktien: Am legalen kanadischen Cannabismarkt gibt es offenbar ein massives Überangebot. Analysten warnen bereits vor einem Preisverfall. Was für Cannabiskonsumenten und -patienten gut ist, dürfte Cannabis-Anleger weniger erfreuen.

Von Januar 2019 bis Ende August 2019 sei der Lagerbestand an Cannabis-Blüten von rund 137 Tonnen (davon 20 Tonnen fertige Erzeugnisse und 117 Tonnen unfertige Erzeugnisse) auf insgesamt mehr als 388 Tonnen (davon 60 Tonnen fertige und 328 Tonnen unfertige Erzeugnisse) angewachsen. Gleichzeitig würden monatlich insgesamt nur rund 12,9 Tonnen Cannabisblüten verkauft. Dies zeigen aktuelle Daten des kanadische Gesundheitsministeriums Canada Health.

Einige Analysten rechnen deshalb bereits mit einem massiven Preisverfall bei dem Rohstoff Cannabis. Matt Bottomley, Cannabis-Analyst bei Canaccord Genuity, erklärte gegenüber der Financial Post: „Wenn ein Großteil dieser 328.000 Kilogramm getrocknete Blüten sind, wird das ein großes Problem für die lizenzierten Produzenten (LPs) sein. Ich vermute, dass es einen Preisverfall geben wird, da das Angebot die Nachfrage übersteigt“.


Quelle: Canada Health

Auch beim Cannabis-Öl sei der Lagerbestand seit Anfang des Jahres gestiegen: Von rund 83.000 Litern (unfertige und fertige Erzeugnisse) im Januar auf mehr als 154.000 Liter Ende August. Gleichzeit wurden im gesamten August nur 11.705 Liter Cannabis-Öl verkauft.


Quelle: Canada Health

Einige Cannabis-Produzenten mussten wegen des Überangebots bereits Gewächshäuser schließen und Mitarbeiter entlassen. Ende Oktober gab beispielsweise der kanadische Cannabisproduzent Hexo bekannt, dass er 200 Mitarbeiter entlassen und mehrere Gewächshäuser schließen oder die Produktionskapazitäten zurückfahren werde. Die Hexo-Aktie verlor innerhalb eines Monats mehr als 36 Prozent. Und Canopy Growth, der nach Marktkapitalisierung größte Cannabis-Aktienkonzern der Welt, musste vor Kurzem seine Umsatzprognose anpassen. Der Grund: Das Cannabis-Öl des Konzernes verkaufe sich schlechter als gedacht. Die Aktie des Konzerns fiel innerhalb eines Monats um mehr als sechs Prozent.

Autor: Ferdinand Hammer

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4 Kommentare

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Kommentare

Das Problem ist die Gesamtsituation in dieser Branche. Seit (mindestens) einem Jahr gibt es keine guten Nachrichten (Überproduktion, zweifelhafte Übernahmen, ständig neue Aktien usw.).
Präsentiert man seine Ahnungslosigkeit schonungslos....Gewächshaus & Outdoor Blüten werden von den wenigsten direkt geraucht, das ist nur Rohstoff zur weiterverarbeitung. Geraucht wird vorallem indoor. Das es massenweise Deppen gibt die in Gewächshäusern anbauen und dann auf dem Rohstoff sitzen bleiben ist nicht weiter erstaunlich, da sind auch Clowns im Buisnnea mit dabei die keine Ahnung haben, man muss sich nur mal Speak Easy anschauen zB

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