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Gold seitwärts

Gastautor: Martin Siegel
03.12.2019, 08:20  |  620   |   |   

Der Goldpreis verbessert sich im gestrigen New Yorker Handel von 1.458 auf 1.462 $/oz. Heute Morgen gibt der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong leicht nach und notiert aktuell mit 1.460 $/oz um 1 $/oz über dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien entwickeln sich weltweit stabil.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Kanzlerin Angela Merkel warnt auf dem Internet Governance Forum der Vereinten Nationen vor einer Zersplitterung des Internet. Verantwortlich dafür sind nationale Regierungen, die das Internet für ihre machtpolitischen Ziel missbrauchen wollen. Merkel kritisiert die Versuche „von nicht-demokratischen Staaten“, sich vom globalen Internet abzuschotten. So betreibt China eine digitale Firewall, um politisch unerwünschte Inhalte von den chinesischen Bürgern fernzuhalten. In der EU werden die Datenschutz-Grundverordnung, das Urheberrecht der EU sowie das Netzwerkdurchsetzungsgesetz dazu genutzt, um unerwünschte Inhalte von den europäischen Bürgern fernzuhalten. Begründet wird dies unter dem Vorwand, die Privatsphäre der Nutzer schützen zu wollen.


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis bei einem schwächeren Dollar nach (aktueller Preis 42.387 Euro/kg, Vortag 42.576 Euro/kg). Am 18.07.11 hat der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz nach einer zehnjährigen Hausse überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und in Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.
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