VIRUS Quarantäne in Germersheim endet - Erster Toter in Europa

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
16.02.2020, 15:03  |  150   |   |   

PEKING/YOKOHAMA/GERMERSHEIM (dpa-AFX) - Während die Zahl der Infektionen und Todesfälle durch das neue Coronavirus in China weiter steigt, hat sich die Lage in Deutschland am Wochenende entspannt. Im pfälzischen Germersheim sollte am Sonntag die Quarantäne für über 100 China-Rückkehrer enden. In Bayern wurden Corona-Patienten als geheilt entlassen. Frankreich meldete hingegen den ersten Todesfall durch die neue Lungenkrankheit Covid-19 in Europa. Und auf dem in Japan liegenden Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" haben sich auch zwei Deutsche infiziert.

Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, starben an der Lungenkrankheit erneut 142 Patienten, womit die Gesamtzahl der Todesopfer in China auf 1665 stieg. Zudem wurden 2009 neue Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Seit Ausbruch der Krankheit wurden damit 68 500 Fälle in Festland-China bestätigt. Experten vermuten jedoch eine hohe Dunkelziffer.

In der schwer betroffenen Provinz Hubei wurde ein Fahrverbot verhängt. In Städten der Provinz, die etwa 60 Millionen Einwohner hat, dürfen nur noch Dienst- und Notfallfahrzeuge sowie Transporte mit Waren des täglichen Bedarfs auf die Straßen, wie die Regierung mitteilte. Private Fahrten seien nicht mehr zugelassen. In Hubei waren zuvor schon viele Städte abgeriegelt worden, darunter die Hauptstadt Wuhan, wo das Virus entdeckt worden war.

In Germersheim sollte am Sonntag nach rund zwei Wochen die Quarantäne für die rund 120 China-Rückkehrer enden. Tests auf das Coronavirus seien negativ ausgefallen, sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Sonntag. Die Rückkehrer sollten daher aus der Kaserne entlassen werden. Die Quarantäne von 14 Tagen entspricht der maximalen Inkubationszeit - also der Zeit zwischen Ansteckung und Symptomen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) äußerte sich erfreut. Die Quarantäne sei notwendig gewesen, "um die Rückkehrer selbst, ihr Umfeld und die gesamte Bevölkerung zu schützen", betonte er. So habe man gleich zu Beginn zwei Infizierte entdecken und behandeln können. Diese Patienten waren am Freitag aus der Uniklinik Frankfurt entlassen worden.

In Bayern wurden am Wochenende weitere Coronavirus-Patienten aus dem Krankenhaus entlassen, wie das Gesundheitsministerium in München mitteilte. Nähere Angaben zu den Betroffenen machte die Behörde nicht. Der erste der 14 Patienten in Bayern war am Mittwoch aus einer Münchner Klinik entlassen worden. Alle 14 Infektionen in Bayern stehen in Zusammenhang mit dem Stockdorfer Autozulieferer Webasto.

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