PwC-Studie zu Robotic Process Automation Noch bleibt viel Potenzial ungenutzt

Nachrichtenagentur: news aktuell
02.06.2020, 13:35  |  221   |   |   
Düsseldorf (ots) - Studie zu Robotic Process Automation (RPA) mit Fokus auf
Accounting: Mehr als jedes zweite Unternehmen setzt RPA-Lösungen ein /
Controlling ist häufigster Einsatzbereich / 7 von 10 Unternehmen bauen im Zuge
des Einsatzes von RPA keine Mitarbeiter ab/ Im Accounting dient RPA bisher meist
der Rechnungsbearbeitung und Rechnungsstellung

Viele Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben das Potenzial
von RPA-Lösungen erkannt: Mehr als die Hälfte von ihnen setzt die
Software-Roboter, sogenannte Bots, inzwischen zur Prozess-Automatisierung ein.
Wissensdefizite sorgen allerdings dafür, dass viel Potenzial ungenutzt bleibt.
Dies sind zwei der Kernergebnisse der Studie "Robotic Process Automation in der
DACH-Region - Analyse mit Blick auf Finance & Accounting", die die
Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC)
erstellt hat.

PwC hat 141 Unternehmen der DACH-Region aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem
Handel und dem Dienstleistungssektor dazu befragt, wie weit sie beim Einsatz der
Technologie sind und wofür sie RPA einsetzen. Der Großteil von ihnen
erwirtschaftete 2019 einen Umsatz zwischen 100 und 500 Millionen Euro (61
Unternehmen) bzw. mehr als 500 Millionen Euro (54 Unternehmen).

Entscheider überschätzen Aufwand und Komplexität häufig

Software-Roboter zur Prozessautomatisierung sind bei den befragten Unternehmen
recht verbreitet: Im Schnitt der drei untersuchten Länder setzen 54 Prozent die
Technologie ein. Etwas höher ist der Durchschnittswert bei Unternehmen in der
Schweiz (63 Prozent), in Österreich (57 Prozent) sowie bei mittelgroßen
Unternehmen (57 Prozent). Die Mehrheit der Unternehmen, die noch keine Bots zur
Automatisierung einsetzen, hat sich zum Befragungszeitpunkt noch nicht mit der
Technologie befasst - 57 Prozent dieser Unternehmen geben dies an. Vor allem
mittelgroße Unternehmen begründen so ihren Verzicht auf RPA (81 Prozent).

Allerdings: 34 Prozent der Befragten beabsichtigen, mit dem RPA-Einsatz bald
nachziehen zu wollen. Die übrigen zwei Drittel sorgen sich unter anderem wegen
eines eventuell zu hohen Implementierungsaufwands (44 Prozent). Prof. Dr.
Rüdiger Loitz, Leiter des Bereichs Capital Markets & Accounting Advisory
Services von PwC Deutschland, sagt dazu: "RPA gehört weit nach oben auf die
strategischen Digitalisierungsagenden von Entscheidern. Wir wissen aus der
Projektarbeit, dass viele sich noch zu wenig damit befassen, weshalb sie den
Implementierungsaufwand, die Komplexität und die Kosten für RPA oft
überschätzen. In der Folge lassen die Unternehmen viel Potenzial, ihre Effizienz
zu steigern und Kosten zu sparen, ungenutzt."
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