Mensch und Wirtschaft in der Geschichte

Gastautor: Markus Ross
19.06.2020, 13:39  |  581   |   |   

Menschen wie uns, den „Homo Sapiens“, gibt es auf der Erde erst seit vergleichsweise kurzer Zeit. Nämlich erst seit rund 700.000 Jahren – die Erde dagegen entstand schon vor etwa 4000 Milliarden Jahren. 

Die Wiege der Menschheit befindet sich in Ostafrika. Dort trennten sich vor etwa fünf bis sechs Millionen Jahren die Entwicklungslinien von Affe und Mensch. Der aufrechte Gang war ein erster großer Entwicklungsschritt. Der Mensch konnte so zum Beispiel die Hände viel besser einsetzen und auch besser in die Ferne schauen. Vor etwa 2 Millionen Jahren machten sich dann einige der Urmenschen von dort auf den Weg nach Nordafrika, Europa und Asien und bevölkerten Schritt für Schritt die ganze Welt. Das war auch ohne Bootstechnik möglich, denn die Kontinente waren während besonderer Kälteperioden immer wieder durch Eisbrücken verbunden.

Dem körperlich vielen anderen Tieren deutlich unterlegenen Menschen gelang der Schritt an die Spitze der Nahrungskette anfangs vor allem deshalb, weil er vor etwa 1,7 Millionen lernte, das Feuer zu bändigen und für sich zu nutzen – als Licht- und Wärmequelle, zum Kochen und als Waffe bei der Jagd. Über Brandrodungen richteten die Menschen schon vor Urzeiten massive Schäden an der Umwelt an und machten sich den Rest der Tierwelt Schritt für Schritt untertan. 

Vor etwa 70.000 Jahren begann beim Homo Sapiens eine ‚kognitive Revolution‘, möglicherweise ausgelöst durch eine zufällige Genmutation im Gehirn, die seine Denkfähigkeit deutlich erhöhte und in der Folge zu einem großen Evolutionsschub führte. Einen wesentlichen Beitrag zum weiteren Erfolg der Menschen trug dabei die Entwicklung der Sprache bei, die eine ausgefeilte Kommunikation möglich machte und auch zum Beispiel die Abstimmung und Umsetzung komplizierter Pläne. Erst über Sprache und Kommunikation und, darauf aufbauend, später ‚Ideologien‘ wurde es möglich, immer größere Gruppen oder Einheiten von Menschen zu steuern und zu beherrschen. 
Den Neandertalern dagegen war die kognitive Revolution nicht vergönnt; und so starben sie bei der letzten Kälteperiode vor etwa 30.000 Jahren aus. 
Das zeigt, wie wichtig Denken, Erkenntnis, Kommunikation, Planung und die anschließende Umsetzung der Pläne für unser Überleben und Fortkommen ist. Dabei geht es auch um die Frage, wer die Gruppe führen soll, wenn es ums Überleben geht: der Intelligenteste und / oder Erfahrenste oder der größte und unfähigste ‚Dussel‘. Eine gut Wahl der Anführer ist eben lebenswichtig.

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