Weiterwachsen und Transaktionssicherheit steigern Seitwärtsbewegung des Wohnungsmarkts als Chance – Silberlake emittiert erste Anleihe

Gastautor: IR-News
30.06.2020, 12:02  |  13300   |   |   

Die Silberlake Real Estate Group begibt aktuell ihre erste Unternehmensanleihe mit einem Volumen von bis zu 2 Millionen Euro bei einem Zinssatz von 5,0 Prozent und mit einer Laufzeit über drei Jahre. wallstreet:online hat mit John Bothe (Foto), Geschäftsführer der Silberlake Real Estate Group, über die Anleihe, die Geschäftsentwicklung sowie zukünftige Pläne gesprochen.

wallstreet:online: Herr Bothe, Sie öffnen sich jetzt privaten Investoren, können Sie den Lesern, die Sie noch nicht kennen, kurz Ihr Unternehmen vorstellen?

John Bothe: Herr Thomas Falk und ich haben gemeinsam 2015 die Silberlake Gruppe in Düsseldorf gegründet. Seitdem haben wir umfangreich in Wohn- und Gewerbeimmobilien investiert und unser Bestandsportfolio mittlerweile auf über 1.500 Einheiten vor allem in Nordrhein-Westfalen ausgeweitet. Wir investieren auf Basis einer digitalen Research-Lösung und verstehen uns primär als klassischer Bestandshalter. Darüber hinaus sind wir aber auch in der Projektentwicklung und im kaufmännischen sowie technischen Asset- und Property-Management tätig. Wir bilden also die gesamte Wertschöpfungskette der Immobilie ab und haben somit eine gute Kontrolle über unser Portfolio.

wallstreet:online: Wie steht es denn um den Wohnimmobilienmarkt in NRW? Schließlich nimmt die Regulierung der Mietniveaus in den deutschen Großstädten im Moment überall Gestalt an.

John Bothe: Von einer übermäßigen Regulierung ist Nordrhein-Westfalen bis jetzt noch verschont geblieben. Abgesehen von Hotspots wie Köln und Düsseldorf ist das allgemeine Preisniveau noch relativ niedrig, was zusätzliches Wertsteigerungspotenzial birgt. Auf einem Markt wie NRW sind vor allem schnelles Handeln und ein gutes Netzwerk von zentraler Bedeutung, an manchen Standorten des Ruhrpotts etwa gibt es keine gewachsenen Strukturen der großen Maklerhäuser, dort bekommt der Käufer den Zuschlag, der schnell handelt und die Akteure kennt.

wallstreet:online: Wie hat sich denn Ihr Geschäft vor dem Hintergrund in den vergangenen Jahren entwickelt?

John Bothe: Wir haben 2019 rund 350 Wohnungen mit einer Gesamtfläche von rund 25.000 Quadratmetern angekauft und damit unseren Bestand weiter erhöht. 2018 haben wir mehr als 300 Wohneinheiten angekauft, wir können also durchaus auf eine respektable Wachstumsquote zurückblicken. In unserem Projektentwicklungsgeschäft haben wir bereits Kaufverträge von über 30 Millionen Euro geschlossen, welche 2020 umsatzwürdig werden, und planen dies auf mehr als 50 Millionen Euro bis Jahresende auszuweiten.

wallstreet:online: Was planen Sie mit den Emissionserlösen Ihrer neuen Anleihe?

John Bothe: Wir wollen mit den zusätzlichen Finanzmitteln unsere Flexibilität erhöhen, um sich bietende Gelegenheiten schnell nutzen zu können. Unser Vorteil gegenüber deutlich größeren Wettbewerbern ist bisher unsere Transaktionsgeschwindigkeit und unsere Vernetzung in der Immobilienwelt Nordrhein-Westfalens. Mit dem zusätzlichen Kapital können wir unsere Transaktionssicherheit noch einmal deutlich steigern.

Wir wollen als Wohnungsunternehmen weiterwachsen und sehen in den kommenden Seitwärtsbewegungen des Immobilienmarkts Chancen, unseren Bestand weiter auszubauen. Wir sind als Unternehmen so aufgestellt, dass wir aus unserem bestehenden Cashflow unsere Betriebskosten decken und daher Corona-bedingte Opportunitäten gezielt nutzen können. Wohnimmobilien sind die einzige Assetklasse, die von den Auswirkungen der Krise zum großen Teil verschont bleiben wird und gleichzeitig der beste Schutz gegen die Turbulenzen an den Aktienmärkten und die Inflation, die die Notenbanken durch ihr Gelddrucken im Moment erzeugen.

wallstreet:online: Wie ordnen Sie denn Ihre Anleihekonditionen in den Gesamtmarkt ein?

John Bothe: Mit einem festen Zinskupon von 5,0 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren machen wir unseren Investoren ein gutes Angebot für eine Anleihe, die durch gute Bestandsimmobilien mit stabilem Cashflow besichert ist. Wohnimmobilien haben in der Vergangenheit ihre Krisenfestigkeit immer wieder unter Beweis gestellt. Eine solche Sicherheit wie Wohnimmobilieninvestments eröffnen nur wenige Geschäftsfelder, und dazu bieten wir noch einen attraktiven Zins.

Gerade in dem aktuellen Umfeld sind viele Anleger auf der Suche nach einem „sicheren Hafen“ – wir glauben, dafür das richtige Angebot zu schaffen. Mit einer Mindestzeichnungshöhe von 1.000 Euro richten wir uns zudem an die klassischen Kleinanaleger, die oftmals wenige Möglichkeiten haben, auf dem Anleihenmarkt gewinnbringend zu agieren. Da wir die Zinsen quartalsweise auszahlen, können unsere Gläubiger hier sehr gut planen und erhalten viermal im Jahr eine stabile Ausschüttung.

wallstreet:online: Welche Sicherheiten bieten Sie Ihren Investoren?

John Bothe: Zuallererst sind wir ein solides wirtschaftendes Unternehmen. Wir setzen auf eine ausgeprägte Eigenkapitaldecke und können sowohl unseren Kapitaldienst als auch die Betriebskosten durch unsere laufenden Mieteinnahmen decken – dadurch sind wir nicht gezwungen, in ungünstigen Marktlagen zu verkaufen. Unseren Zahlungsverpflichtungen können wir also unabhängig von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nachkommen. Dazu kommt noch eine hohe Vorverkaufsqoute bei unseren zum Verkauf bestimmten Objekten, das garantiert uns eine hohe Planungssicherheit.

wallstreet:online: Eine hohe Eigenkapitaldecke in Zeiten von historisch niedrigen Zinsen, das erscheint erstmal kontraintuitiv.

John Bothe: Gerade im heutigen Zinsumfeld ist es sicher sinnvoll zu hebeln, um überhaupt noch vernünftige Renditen zu erzielen. Allerdings herrscht mancherorts eine Art Fremdkapitalfieber vor, vor allem die Nachfrage nach kurzfristigen Mezzaninekrediten ist hoch. Damit drücken manche Projektentwickler oder Investoren die Eigenkapitaldecke für Entwicklungen auf unter 20 Prozent, allerdings zu einem relativ hohen Zinssatz.

Um diese Kredite abzulösen, ist entweder weiteres Fremdkapital oder aber ein Verkaufserlös notwendig. Wir gehen einen konservativeren Weg: Wir greifen auf klassische Bankkredite zurück und bedienen uns des Mezzaninekapitals nur mit Augenmaß – vielmehr streben wir eine Eigenkapitaldecke von 20 bis 25 Prozent an. Und mit unserer Anleiheemission wollen wir zudem zu fairen Bedingungen unser Finanzierungsvolumen abseits der Senior-Loans erhöhen.

wallstreet:online: Vielen Dank für das Interview!

 

Eckdaten der Silberlake-Anleihe 2020/23

ISIN: DE000A289XA
Volumen: bis zu 2 Mio. Euro
Zinskupon: 5 % p.a.
Vierteljährliche Zinszahlung
Laufzeit-Beginn: 15.05.2020
Endfälligkeit: 14.05.2023
Geplante Laufzeit: 3 Jahre
Mindestanlagesumme: 1.000 Euro

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