Marktkommentar: Daniel McFetrich (Schroders): Wie intelligente Fertigung der Industrie zu einer Renaissance verhelfen könnte
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Marktkommentar Daniel McFetrich (Schroders): Wie intelligente Fertigung der Industrie zu einer Renaissance verhelfen könnte

Nachrichtenquelle: Asset Standard
14.07.2020, 12:00  |  161   |   |   

Eine wichtige Überlegung für Industrieunternehmen ist, welche Erkenntnisse aus den Daten gewonnen werden können, die zur Produktivitätssteigerung beitragen können.

13.07.2020 - Die Geschichte der Industrie ist eine Geschichte kontinuierlicher Innovation. Die industrielle Revolution ab dem späten 18. Jahrhundert wurde durch das Aufkommen von Wasser- und Dampfkraft ermöglicht. Dies markierte den Beginn der maschinellen Fertigung. Dann läuteten elektrische Energie und Fließbandfertigung im frühen 20. Jahrhundert das Zeitalter der Massenproduktion ein. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurden IT-Systeme entwickelt, dank derer Elektronik und Automatisierung in der Industrie an Bedeutung gewannen.

Meiner Ansicht nach steht uns abermals eine Innovationswelle bevor, die zu einer neuen industriellen Renaissance führen wird. Innovationen in den Bereichen Hardware, Software und Grundstoffe tragen in Verbindung mit der Digitalisierung zu einer höheren Produktivität und Effizienz der Unternehmen bei und reduzieren zugleich den CO2-Fußabdruck ihrer Lieferketten und Produkte.

Ich denke, dass dies noch viele Jahre lang ein Schwerpunktthema bleiben wird, das durch die Covid-19-Krise zusätzlichen Auftrieb erhält.

Was versteht man unter dieser revolutionären intelligenten Fertigung?

Die nächste industrielle Revolution, auch „Industrie 4.0“ genannt, ist bereits im Gange, und auch diesmal ist Innovation die Triebfeder. Dabei könnte es sich z. B. um innovative Hardware handeln, wie etwa 3D-Drucker oder fortschrittliche Robotik.

Es könnte sich um Software handeln, mithilfe derer die großen Datenmengen, die von diesen Industriemaschinen generiert werden, analysiert und zur Optimierung des Betriebs oder zur Vorausplanung von Instandhaltungsmaßnahmen verwendet werden können.

Außerdem geht es um innovative Materialien, beispielsweise die Entwicklung vollkommen neuartiger Werkstoffe wie Graphen oder neue Anwendungen für bereits existierende Materialien wie Carbonfaser.

Wohin könnten alle diese Innovationen führen? Meiner Ansicht nach werden sie zur Entstehung eines kollaborativen, integrierten Fertigungssystems führen, das in Echtzeit auf sich ändernde Bedingungen und Bedürfnisse im Betrieb, in der Lieferkette und bei den Kunden reagiert. Diese Innovationen betreffen Fabriken, Lagerhäuser und Lieferketten oder auch Industrieanlagen für den Außeneinsatz, wie Landmaschinen oder Containerschiffe. 

Weshalb steht die intelligente Fertigung vor ihrem Durchbruch?

Es gibt mehrere Gründe, warum wir dies für ein Schwerpunktthema der kommenden Jahre halten. Die digitale Technologie ist von entscheidender Bedeutung, weil sie die Grundlage der revolutionären intelligenten Fertigung ist. In immer mehr Geräten und Anlagen ist Software installiert oder integriert, die sie mit dem Internet verbindet. Tatsächlich sind derzeit schon weit mehr als 40 Milliarden Geräte ans Internet angeschlossen. Jedes dieser Geräte generiert eine enorme Datenmenge.

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