Grenke-Skandal und Corona-Pandemie: Dieses Unternehmen bietet nun eine echte Chance

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
02.12.2020, 09:52  |  601   |   |   

Das Jahr 2020 ist kein Vorzeigejahr für den Finanzplatz Deutschland, sogar ganz unabhängig von der Corona-Krise. Neben dem präsentesten Thema, dem Wirecard-Skandal, sorgte auch der MDAX-Konzern Grenke (WKN: A161N3) für negative Schlagzeilen.

Während es zu Wirecard jedoch kein Pendant in Deutschland gibt, deckt der SDAX-Konzern Sixt (WKN: 723132) ein ähnliches Geschäftsfeld ab wie Grenke. Grund genug, um zu überprüfen, wie viel Auswirkungen der Grenke-Skandal auf Sixt hat und wie das Unternehmen für die Zukunft aufgestellt ist.

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Was haben Grenke und Sixt gemeinsam?

Sixt wurde 1912 in der Nähe von München gegründet und befindet sich auch heute noch zu einem großen Teil in Familienbesitz. So besitzt Erich Sixt mehr als 50 % der Stammaktien des Konzerns und ist gleichzeitig als Vorstandsvorsitzender tätig. Genau wie Grenke ist Sixt dabei im Geschäftsfeld „Vermietung/Leasing“ tätig.

Der Hauptvorwurf des Leerverkäufers Viceroy Research betraf vor allem das Franchisegeschäftsmodell von Grenke. Das Prinzip der Franchiseunternehmen verfolgt Sixt ebenfalls. Im Gegensatz zum MDAX-Konzern ist jedoch keine signifikante Beteiligung von ehemaligen Mitarbeitern an diesen Franchisegesellschaften bekannt und auch die „Unternehmerfamilie“ ist an diesen nicht beteiligt.

Obwohl die Unternehmen also grundsätzlich im gleichen Geschäftsfeld tätig sind und sich auch die Unternehmensstruktur gleicht, gibt es bei Sixt diese Warnsignale nicht. Ein Franchisegeschäft an sich ist nichts Verwerfliches, der Erfolg von Unternehmen wie McDonald’s baut darauf.

Daraus lässt sich schließen, dass die Risiken, die eine Investition in die Grenke-Aktie mit sich bringen würde, bei Sixt kaum zum Tragen kommen. Zudem unterscheiden sich beide Geschäftsmodelle bei einer detaillierteren Betrachtung. Während Grenke vor allem Büroprodukte anbietet und zusätzlich im Bereich Factoring aktiv ist, konzentriert sich der SDAX-Konzern Sixt auf den Sektor Mobilität.

Unternehmensstruktur

So wurde das reine Leasinggeschäft 2015 als Gesellschaft an die Börse gebracht (Sixt Leasing) und der eigene Anteil an dem Unternehmen im Sommer 2020 an die Hyundai Capital Bank veräußert. Somit ist Sixt faktisch nur noch in der Mobilität tätig. Dort gliedert sich das Geschäft vor allem in drei Teilbereiche. Neben der bekannten Autovermietung bietet der SDAX-Konzern auch Carsharing und weitere Fahrdienstleistungen wie Taxi- und Limousinenservices an. Dafür kooperiert das Unternehmen mit anderen Partnern wie beispielsweise dem Uber-Konkurrenten Lyft in den USA.

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