Devisen: Eurokurs gerät weiter unter Druck
Foto: Vladimir Koletic - 123rf

Devisen Eurokurs gerät weiter unter Druck

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
15.01.2021, 10:14  |  220   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat am Freitag seine Verluste aus dem frühen Handel ausgeweitet. Die Gemeinschaftswährung fiel bis auf 1,2118 US-Dollar. Sie näherte sich wieder dem am Vortag erreichten niedrigsten Stand seit Mitte Dezember letzten Jahres. Zuletzt notierte der Euro bei 1,2124 Dollar.

Im späten Geschäft am Donnerstag hatte sich der Eurokurs noch zwischenzeitlich erholt und 1,2180 Dollar gekostet, bevor er wieder schwächelte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,2124 Dollar festgesetzt.

Der Euro leidet bereits seit einigen Tagen unter einer breit angelegten Dollarstärke, die auf der Hoffnung auf kraftvolle Maßnahmen zur Stärkung der US-Konjunktur basiert. Am Donnerstagabend (Ortszeit) erfüllte der künftige Präsident die Erwartungen der Anleger: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie und die Wirtschaftskrise will Joe Biden ein neues billionenschweres Konjunkturpaket durchsetzen.

"Durch den Doppelsieg der Demokraten bei den Senats-Stichwahlen in Georgia und der damit verbundenen demokratischen Senatsmehrheit hat sich die Biden-Präsidentschaft von einer lahmen Ente in einen stolzen Staatsausgaben-Schwan mausern können", resümierten die Devisen-Experten der Commerzbank. Wie erwartet gedenke Biden, die in ihn gesetzten Hoffnungen auf ein Ausgabenfeuerwerk zu erfüllen. Neben weiteren Direktzahlungen setzte er unter anderem auf zusätzliche Arbeitslosenhilfen und eine Anhebung des Mindestlohns.

Vor diesem Hintergrund dürften die an diesem Freitag anstehenden US-Konjunkturdaten zu Einzelhandelsumsätzen und Industrieproduktion im Dezember klar verblassen, fuhren die Commerzbank-Experten fort. Sie seien ein Blick in den Rückspiegel, in eine Zeit, bevor umfangreiche weitere Staatsausgaben wahrscheinlicher wurden. Entscheidender seien daher an diesem Freitag ganz klar der Empire State-Index und das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan, die beide in den ersten beiden Januarwochen erhoben werden./la/jkr/jha/




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