70 Prozent der Führungskräfte und Finanzexperten haben kein Vertrauen in Daten, die für Finanzprognosen genutzt werden

Nachrichtenagentur: news aktuell
09.02.2021, 16:00  |  1496   |   |   

Frankfurt a.M. (ots) -

- Laut Untersuchungsergebnissen einer von BlackLine beauftragten
Censuswide-Studie sind sechs von zehn C-Level-Führungskräften darüber besorgt,
dass Unternehmensprognosen kein genaues Bild der zukünftigen Performance
darstellen
- Mehr als ein Viertel der weltweit Befragten geben an, dass eine Kombination
aus Remote- und Büroarbeit zu weiteren Ungenauigkeiten führen könnte

BlackLine hat das unabhängige Marktforschungsinstitut Censuswide beauftragt,
unter Führungskräften und Fachleuten aus dem Finanz- und Rechnungswesen (F&A)
eine weltweite Studie durchzuführen. Die Ergebnisse zeigen, dass weniger als ein
Drittel (29 Prozent) der Befragten davon überzeugt ist, dass die Finanzdaten,
die sie für Analysen und Prognosen heranziehen, akkurat sind. Zudem sieht sich
weltweit ein Drittel (33 Prozent) aufgrund der COVID-19-Pandemie unter erhöhtem
Druck, ein exaktes Abbild der Unternehmensleistung zu liefern.

Die Umfrage wurde im Dezember 2020 unter 1.300 Führungskräften und
Finanzfachleuten in sieben Ländern (USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland,
Frankreich, Singapur, Australien) durch das unabhängige Marktforschungsinstitut
Censuswide durchgeführt. Ein Untersuchungsschwerpunkt der Studie waren u.a. die
Auswirkungen von COVID-19 auf große Unternehmen. Die Ergebnisse deuten darauf
hin, dass Unternehmen zwar die zentrale Rolle der Finanzdaten für die
Geschäftsstrategie und die Kontinuität des Unternehmens erkennen. Allerdings
beeinträchtigen die mangelnde Transparenz und der fehlende Zugang zu
Echtzeitdaten die Fähigkeit, auf Marktveränderungen zu reagieren.

Valide Finanzdaten wichtig für COVID-Management

Auf die Frage, wie sich die Pandemie auf die Unternehmen ausgewirkt hat, gaben
aus globaler Sicht vier von zehn Befragten (42 Prozent) an, dass sie sich
aufgrund der anhaltenden Auswirkungen von COVID-19 stärker auf die Planung von
Finanzszenarien und Stresstests konzentrierten. Die Studienergebnisse der
deutschen Befragten rangieren mit rund 46 Prozent auf einem ähnlichen Niveau.
Rund 40 Prozent bestätigten weltweit (in Deutschland 35 Prozent), dass die
Finanzabteilungen zunehmend von Vorständen aufgefordert werden, bei der
Szenarienplanung mitzuwirken. Dies bestätigt die wachsende Bedeutung der
Erkenntnisse aus den Finanzabteilungen für den Übergang vom Krisenmodus hin zur
Erholungsphase.

Mit 28 Prozent sorgen sich global jedoch mehr als ein Viertel der Befragten
darüber, dass ihre Finanzabteilung nicht in der Lage ist, Daten schnell genug zu
liefern, damit das Unternehmen auf unvorhersehbare Marktveränderungen reagieren
kann. In Deutschland quittierten dies knapp 25 Prozent. Eine Mischung aus
Remote- und Büroarbeit in den nächsten zwölf Monaten könnte dies zusätzlich
erschweren; 27 Prozent aller und 24 Prozent der in Deutschland Befragten gaben
an, dass hybride Modelle die Arbeit in den Finanz-Teams erschweren werde und
weitere 27 Prozent, dass dies zu Ungenauigkeiten in den Finanzdaten führen
könnte.

Transparenz und Validität sind entscheidend

Laut der Studie bestätigen aus globaler Sicht über ein Viertel (27 Prozent) der
C-Level-Führungskräfte, dass sie keinen Einblick in die Finanzszenarienplanung
oder in die Stresstests ihres Unternehmens haben. Die deutschen Führungskräfte
(20 Prozent) scheinen damit ein etwas geringeres Problem zu haben. Dennoch
deuten die Zahlen darauf hin, dass die Unternehmensleitung wichtige
Entscheidungen auf der Grundlage eines unvollständigen Abbildes des finanziellen
Zustands ihres Unternehmens treffen könnte.

Der Mangel an Transparenz schmälert das Vertrauen in die Daten, die für wichtige
Finanzprozesse und -planungen herangezogen werden - insbesondere in der
Führungsetage. Nur etwa die Hälfte (56 Prozent weltweit und 50 Prozent in
Deutschland) der oberen Entscheidungsriege gab an, dass sie volles Vertrauen in
die Genauigkeit der Finanzdaten ihres Unternehmens haben. Im Vergleich dazu
bestätigten dies weltweit 71 Prozent in einer Studie im Jahr 2018. Bei derselben
Frage jedoch stimmten international unter den Finanzfachleuten lediglich 30
Prozent zu, volles Vertrauen in die Genauigkeit der Finanzdaten zu haben (im
Vergleich waren es 38 Prozent im Jahr 2018).

Auf die Frage nach den Gründen für das mangelnde Vertrauen in die Genauigkeit
der Daten nannten 37 Prozent der weltweit und 38 Prozent der deutschen Befragten
die anhaltende Abhängigkeit von unflexiblen Tabellenkalkulationen und veralteten
Prozessen, welche die Finanzteams bis zum Monatsende im Dunkeln tappen lassen,
als Hauptgrund. Im Jahr 2020 hielten dies mehr Befragte für ein Problem im
Vergleich zum Jahr 2018 (28 Prozent). Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass
die Initiativen für die digitale Transformation in Finanzabteilungen noch ein
gutes Stück Weg vor sich haben.

"Zusätzlich zu den erheblichen Auswirkungen auf die Gesundheit und das
Wohlbefinden der Menschen hat die COVID-19-Pandemie erhebliche wirtschaftliche
Auswirkungen auf Organisationen weltweit", sagt Marc Huffman, CEO von BlackLine.
"Während diese Ausnahmesituation weiterhin besteht, müssen Unternehmen ihre
Arbeitsweise überdenken und sich neu organisieren, um die Planung
unterschiedlicher Endszenarien mit validen Zahlen sicherzustellen und um
schnelle, intelligente Entscheidungen treffen zu können. Unternehmen, die dazu
in der Lage sind, haben eine bessere Position, um in den kommenden Monaten zu
überleben oder sogar zu wachsen. Viele Unternehmen haben jedoch immer noch
Probleme mit der Transparenz und dem Echtzeitzugang zu Finanzdaten. Die gute
Nachricht allerdings ist die weit verbreitete Erkenntnis, dass sich dies ändern
muss. Unsere Studie deutet darauf hin, dass in den Chefetagen der Wert robuster
Finanzdaten erkannt wurde und dass die Verantwortlichen zum Handeln bereit
sind."

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Pandemie die Dringlichkeit für die
digitale Transformation und mehr Investitionen in Technologie verstärkt hat. 32
Prozent weltweit (31 Prozent in Deutschland) gaben an, dass die Entwicklungen im
vergangenen Jahr dazu geführt haben, dass die Mitarbeiter einen Echtzeitzugriff
auf Finanzdaten noch mehr zu schätzen wissen. Knapp ein Drittel (31 Prozent
global und 30 Prozent in Deutschland) gaben an, dass es nun noch dringender ist,
die Kerngeschäftsprozesse neu zu gestalten.

Technologie, die eine bessere Verwaltung und Sichtbarkeit von Finanzdaten
ermöglicht, spielt im kommenden Jahr eine entscheidende Rolle bei der
Wettbewerbsfähigkeit. Mit 34 Prozent weltweit und 41 Prozent in Deutschland sind
mehr als ein Drittel der Befragten der Meinung, dass Investitionen in die
Datenanalyse helfen werden, einen Wettbewerbsvorteil zu wahren. Ebenso viele
Befragte international und 43 Prozent in Deutschland erwägen die Implementierung
oder Skalierung von Automatisierungslösungen, um die Genauigkeit und
Zuverlässigkeit der Finanzdaten ihres Unternehmens zu optimieren.

Weitere Informationen sowie ein Whitepaper zur Studie, finden Sie hier
(https://blackline.com/de/covid-F&A-survey) .

Anmerkungen zur Studie:

Die Umfrage wurde von dem unabhängigen Marktforschungsunternehmen Censuswide
durchgeführt. Befragt wurden 645 C-Level-Führungskräfte und 655 F&A-Fachleute in
sieben Ländern (USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Australien
und Singapur). Die Studie enthielt eine Aufschlüsselung der Befragten nach
Berufsbezeichnung. Die Befragten arbeiten in einer zufällig ausgewählten
Stichprobe von großen Unternehmen mit einem vorher definierten
Mindestjahresumsatz. Die Studie wurde im Zeitraum zwischen dem 25. November und
dem 2. Dezember 2020 auf digitalem Weg durchgeführt.

Pressekontakt:

BlackLine Systems GmbH
Janet Timmerberg
Mail: mailto:janet.timmerberg@blackline.com
Telefon: +49 175 851 40 16
The Squaire 12
60549 Frankfurt Main
Internet: http://www.blackline.com/de
Schmidt Kommunikation GmbH
Alexandra Schmidt
Mail: mailto:alexandra.schmidt@schmidtkom.de
Telefon: +49/89/ 60669222
Mobil: +49/170/3871064
Thilo Christ
Mail: mailto:thilo.christ@schmidtkom.de
Telefon: +49/89/ 60669222
Mobil: +49/171/6220610
Schillerstrasse 8
85521 Ottobrunn b. München

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/141060/4834236
OTS: BlackLine Systems GmbH


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