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ROUNDUP Laschet und Söder wollen Kanzlerkandidatur in dieser Woche klären

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
13.04.2021, 20:01  |  129   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Nächste Runde im Poker um die Kanzlerkandidatur der Union: Die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Armin Laschet und Markus Söder, haben den Machtkampf in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion fortgesetzt. Dort lieferten sie sich am Dienstag einen offenen Schlagabtausch. Beide betonten anschließend, dass eine Entscheidung noch in dieser Woche fallen solle. "Armin und ich haben vereinbart, dass wir uns in dieser Woche auch abschließend dann besprechen werden, wie es weitergehen wird", sagte Söder. Laschet versicherte nach den fast vierstündigen Beratungen: "Es geht keiner gestärkt und geschwächt daraus hervor."

Laschet appellierte in der Fraktion an die Geschlossenheit der Union. "Wir brauchen keine One-Man-Show", sagte er nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern offenbar in Richtung Söder. Dieser wies demnach darauf hin, dass Wahlen persönlichkeitsgeprägt seien und Fernsehduelle eine wichtige Rolle spielten. "Wir brauchen ein gutes Team, aber Spitze ist auch entscheidend." Dies konnte als Hinweis auf seine wesentlich besseren Umfragewerte verstanden werden.

Am Montag hatten die Präsidien von CDU und CSU jeweils ihrem Vorsitzenden den Rücken für die Kanzlerkandidatur gestärkt. Söder bestand aber darauf, auch ein Meinungsbild der Bundestagsfraktion einzuholen. Diese kam am Dienstag zu ihren regulären Beratungen zum Auftakt einer Bundestag-Sitzungswoche zusammen - Laschet und Söder waren zusammen mit einem Teil der Abgeordneten im Reichstagsgebäude, andere Parlamentarier waren zugeschaltet.

Nach Teilnehmerangaben gab es Dutzende Wortmeldungen - insgesamt mehr für Söder als für Laschet. Der bayerische Ministerpräsident habe auch etwa doppelt so lang geredet wie sein NRW-Kollege. Durchgängig forderten die Abgeordneten, die Entscheidung schnell zu treffen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stellte bei einem anderen Termin klar, dass sie sich nicht in den Machtkampf einmischen will. Auf die Frage, ob sie fürchte, dass die Auseinandersetzung dazu führen könne, dass die Union am Ende das Kanzleramt verliere, sagte sie in Berlin: "Ich wollte, will und werde mich da heraushalten."

In der Fraktion sagte Söder laut Teilnehmern, die Union müsse "alles unternehmen, um so stark wie möglich zu sein und um so viele Abgeordnete wie möglich in den Bundestag zu bekommen". Für einen Wahlsieg in dieser für die Union sehr kritischen Phase brauchten CDU und CSU die "maximal beste Aufstellung, um erfolgreich zu sein - nicht nur die angenehmste".


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