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Nur wenig Heimatliebe: Zwei Gründe, warum ich kaum deutsche Aktien besitze!

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
17.04.2021, 07:50  |  531   |   |   

Wenn du jetzt gerade beginnst, diesen Artikel zu lesen, dann kann man wohl davon ausgehen, dass du zu den Menschen gehörst, die Aktien als eine gute Form der Investition ansehen. Doch damit dürftest du in Deutschland immer noch eher die Ausnahme darstellen. Denn gegenüber anderen Nationen ist hierzulande die Aktienkultur weiterhin leider nicht ganz so gut ausgeprägt. Doch es gibt anscheinend Hoffnung. Denn im vergangenen Jahr sind in Deutschland bei den Onlinebrokern mehr als 1,5 Mio. Depots eröffnet worden.

Aber viele heimische Anleger beschränken sich zumeist auf Aktien von deutschen Unternehmen. Denn nach Berechnungen der Deutschen Bank (WKN: 514000) aus dem Jahr 2019 liegt der Anteil an deutschen Aktien in einem durchschnittlichen deutschen Anlegerdepot bei mehr als 50 %. Und so ist es sicherlich kein Wunder, dass hierzulande beispielsweise Werte wie die Deutsche Telekom (WKN: 555750) oder auch Daimler (WKN: 710000) besonders häufig in den Depots zu finden sind.

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Doch bei mir sieht dies etwas anders aus. In meinem Depot sind nur zu knapp 14 % deutsche Werte vertreten. Und es ist durchaus so, dass ich den Anteil an heimischen Aktien bewusst niedrig halte. Dich interessieren die Gründe dafür? Über zwei von ihnen berichte ich im heutigen Artikel.

Angst vor einseitiger Übergewichtung

Bei der Zusammenstellung seines Depots sollte man meiner Meinung nach immer darauf achten, möglichst Aktien zu kaufen, die kaum in Korrelation zueinander stehen. Und dies bedeutet in meinen Augen natürlich auch dabei auf eine ausgewogene Branchen- und Ländermischung zu achten. Hat man jetzt aber vielleicht einen sehr ausgeprägten Home Bias, könnte es passieren, dass man zwar auf viele verschiedene Branchen gesetzt hat, aber die Aktien größtenteils aus Deutschland kommen.

Man sollte allerdings wissen, dass der Wert aller deutschen Aktien am Weltaktienmarkt gerade einmal 2 bis 3 % ausmacht. Gemessen an der weltweiten Marktkapitalisierung aller Unternehmen ist der deutsche Aktienmarkt also relativ klein. Die beiden US-Konzerne Amazon (WKN: 906866) und Microsoft (WKN: 870747) wiesen schon im Juli 2019 einen höheren Börsenwert auf als alle deutschen börsennotierten Unternehmen zusammen.

Ich habe also Angst, mir mit einer Übergewichtung an deutschen Aktien ein gewisses Klumpenrisiko in mein Depot zu holen. Denn wenn sich die Weltwirtschaft abkühlen sollte, dann gehören meistens die konjunktursensiblen DAX-Werte schnell zu den Verlierern.

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