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ROUNDUP/Vertrauen in Künstliche Intelligenz EU-Kommission legt Regeln vor

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
21.04.2021, 15:42  |  125   |   |   

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Europa will bei der Anwendung Künstlicher Intelligenz globale Standards setzen. Dazu schlug die EU-Kommission am Mittwoch Regeln vor, die vor allem das Vertrauen in die Technologie stärken sollen. Je höher die potenziellen Gefahren einer Anwendung, desto höher sind die Anforderungen. Für Regelverstöße sind hohe Strafen vorgesehen.

Es ist weltweit der erste Rechtsrahmen dieser Art für Anwendungen auf Grundlage maschinellen Lernens. In den kommenden Jahren dürften solche Anwendungen im Alltag immer wichtiger werden - zugleich gibt es jedoch ethische Bedenken, die Maschinen könnten unausgewogene oder gefährliche Entscheidungen treffen.

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Deshalb betonten EU-Kommissionsvize Margrethe Vestager und EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton am Mittwoch immer wieder ein Wort: Vertrauen. "Bei künstlicher Intelligenz ist Vertrauen ein Muss und kein Beiwerk", sagte Vestager. Man könne das gesellschaftliche und wirtschaftliche Potenzial Künstlicher Intelligenz nur dann schöpfen, wenn die Menschen darauf vertrauen könnten, dass die Risiken minimiert seien. Bei der ersten Digitalisierungswelle sei Europa zwar nicht führend gewesen. Doch habe der Kontinent alles, um die zweite Welle anzuführen.

"Geht nach Europa", rief Breton Unternehmen zu, die KI nutzen wollen. Dort werde es eindeutige Vorgaben und somit rechtliche Sicherheit geben. Zudem sei Europa der Kontinent mit der größten Menge industrieller Daten, die Grundlage für Künstliche Intelligenz sind.

Künstliche Intelligenz bezeichnet meist Anwendungen auf Basis maschinellen Lernens, bei denen eine Software große Datenmengen nach Übereinstimmungen durchforstet und daraus Schlussfolgerungen zieht. Sie werden schon jetzt in vielen Bereichen unseres Lebens eingesetzt. Zum Beispiel können solche Programme Aufnahmen von Computer-Tomografen schneller und mit einer höheren Genauigkeit als Menschen auswerten. Selbstfahrende Autos versuchen so, das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer vorherzusagen. Und auch Chatbots oder automatische Playlisten von Streamingdiensten arbeiten mit KI.

Ähnlich wie bei den Datenschutzregeln, die seit 2018 in der EU gelten und weltweit Nachahmer fanden, will die EU-Kommission auch beim Umgang mit Künstlicher Intelligenz globale Standards setzen. Doch müssen die EU-Staaten und das Europaparlament nun erstmal über die Vorschläge verhandeln. Es dürfte also noch einige Jahre dauern, ehe in der EU neue Regeln gelten. Bis dahin dürfte es - wie schon bei der Datenschutzgrundverordnung - viel Lobbyarbeit geben.


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