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Impact Investing Klimaschutz-Aktien versprechen Profit bei gutem Gewissen

Immer mehr Investoren möchten die Zukunft mitgestalten und ihr Kapital nachhaltig investiert wissen. Wir schauen auf grüne Aktien, mit denen klimafreundliche Energien vorangetrieben werden.

Hitzerekorde, Dürren, Waldbrände, Überschwemmungen und Erdrutsche: Extreme Wetterereignisse scheinen sich weltweit aneinanderzureihen. Noch nie zuvor zeigte der Klimawandel so sehr seine spürbaren Auswirkungen wie in diesem Jahr. Auch der vor kurzem vorgelegte UN-Klimareport schlägt Alarm. Soll verhindert werden, dass die Temperatur um mehr als zwei Grad ansteigt, müsse jetzt entschieden gegengesteuert werden, warnen die Experten.

Bis zum Jahr 2030 müsse der CO2-Ausstoß gegenüber 2010 um ein Viertel verringert werden und bis 2017 auf netto null gebracht werden. Angesichts der weltweit steigenden Emissionen erscheinen diese Zielsetzungen mehr als ambitioniert. Und doch: Man könnte noch gegensteuern. „Wenn wir die Emissionen schnell herunterfahren, haben wir eine gute Chance, das 2-Grad-Ziel einzuhalten», wird einer der Autoren, Jochem Marotzke vom Max-Planck-Institut für Meteorologie, auf Zeit online zitiert. Im selben Artikel sagt Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD):

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Wie wir den Treibhausgasausstoß senken können, wissen wir. Mit einer raschen Abkehr von Kohle, Öl und Gas, mit dem Ausbau der Sonnen- und Windkraft und der Produktion von grünem Wasserstoff als klimafreundlichem Energieträger.

Doch die politischen Mühlen mahlen langsam, auf höhere Ausbauziele für Photovoltaik und Windenergie konnte man sich hierzulande bislang nicht einigen. Und ohne internationale Anstrengungen wird es nicht gehen. Immerhin werden die 20 größten Industrie- und Schwellenländer (G20) für 80 Prozent der bisherigen Emissionen verantwortlich gemacht.

Klimaschutz fängt im eigenen Depot an

All dies wird ein Kraftakt werden, der auch mit einem immensen Investitionsbedarf verbunden ist. „Die hohen Kosten vermiedener Emissionen durch Corona-Einschränkungen und die steigende Relevanz von Klimaschutz in der internationalen Politik lehren uns, dass der Klimaschutz zeitnahe umfassende Investitionen erfordert – die Kosten des Wartens beziehungsweise des erzwungenen Verzichts sind in jedem Fall deutlich höher“, heißt es hierzu vom IW Köln, das im Juli dieses Jahres die „Kosten des Wartens“ im Rahmen einer Studie vorgestellt hat.

„Zielgerichtete Investitionen, die zum Klimaschutz beitragen, wie beispielsweise der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft sowie die Etablierung einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft, bilden die Grundlage für wettbewerbsfähige grüne Technologien“, schreiben die Autoren weiter. Diese Investitionen könnten Unternehmen sichere Absatzmärkte verschaffen. „Gezielte Investitionen in klimafreundliche Technologien sind einerseits notwendig, um drohende Klima- und Umweltschäden zu vermeiden. Andererseits wirken sie zudem den signifikanten volkswirtschaftlichen Kosten entgegen, die mit umfangreichen Einschränkungen und einer Verlagerung der Wertschöpfung in andere Weltregionen einhergehen“, so das Wirtschaftsinstitut.

Worauf also warten? Folgende Beispiele zeigen, wie man klimafreundliche Unternehmen mit seinem Kapital unterstützen und an deren Geschäftserfolgen mitverdienen kann.

Vestas: Der Marktführer im Bereich Windkraft

Die dänische Vestas Wind Systems A/S gilt nach Umsatz und installierter Kapazität als führender Anlagenbauer für Windkraft. Im Frühjahr mussten Aktionäre jedoch Einbußen hinnehmen, Grund war ein Aktiensplit. Laut dem kürzlich vorgelegten Zwischenfinanzbericht für das zweite Quartal 2021 bewegt sich der Umsatz mit 3.536 Millionen Euro insgesamt auf gleichem Niveau wie im zweiten Quartal 2020. Der Turbinenhersteller vermeldet zudem ein gestiegenes EBIT. Der Auftragsbestand als Folge des starken Auftragseingangs und der Offshore-Integration sei auf Rekordhöhe. Vestas blickt auf eine rund 40-jährige Unternehmensgeschichte zurück und hat Pionierarbeit für den Ausbau der Windenergie geleistet. Die entwickelten Technologien kommen weltweit zum Einsatz.

JinkoSolar: Taumelnder Photovoltaik-Riese aus Shanghai

Mehr Nervenstärke müssen Anleger beim chinesischen Photovoltaikspezialisten JinkoSolar beweisen. Der 2006 gegründete Solarmodulhersteller hat derzeit mit deutlichen Rücksetzern zu kämpfen, auch der langfristige Polysilizium-Liefervertrag mit Wacker-Chemie, mit dem das Unternehmen unabhängiger vom Heimatmarkt werden will, konnte keine Trendwende einläuten. Für gedämpfte Stimmung sorgen auch die anziehenden Zügel der chinesischen Regierung, wonach Tech-Konzerne stärker reguliert werden sollen. Viele Anleger schauen sich die Entwicklung daher von der Seitenlinie aus an.

Linde: Führende Position beim Thema Wasserstoff

Der Industriegasehersteller Linde ist eigenen Angaben zufolge weltweit führend in der Herstellung, Verarbeitung, Speicherung und Verteilung von Wasserstoff. An der Börse zeigt sich der Wert weiterhin freundlich. Wie vor wenigen Tagen vermeldet wurde, wird Linde den Chiphersteller Infineon am Standort Villach (Österreich) langfristig mit grünem Wasserstoff versorgen. Hierzu soll bis 2022 eine Zwei-Megawatt- Elektrolyseur-Anlage gebaut werden, um den Wasserstoff herzustellen und gemäß den Produktionsbedingungen von Infineon aufzubereiten.

„Um unsere Klimaziele zu erreichen, ist es wichtig, nachhaltige Herstellungsmethoden zu finden“, kommentiert Thomas Reisinger, Vorstand Operations bei Infineon Technologies Austria, die Zusammenarbeit. „Mit der Einführung einer Elektrolyseanlage am Infineon-Standort Villach rüsten wir uns für die Zukunft, indem wir die notwendige Versorgung mit hochreinem Wasserstoff sichern und gleichzeitig unsere Emissionen reduzieren.“

Fondslösungen für den bequemen Einstieg ins Thema Klimaschutz

Wem Einzelwerte zu riskant sind, findet auch entsprechende Nachhaltigkeitsfonds am Markt, die in Unternehmen aus dem Bereich Klimaschutz investieren. Ein Beispiel wäre der im Jahr 2007 aufgelegte ÖkoWorld Klima. Bedingung, um ins Portfolio zu kommen, ist es, Produkte, Technologien und Dienstleistungen anzubieten, um die Ursachen des Treibhauseffekts mit zu beheben. Zu den Top-Holdings zählen daher Unternehmen aus der Abfallwirtschaft ebenso wie Konzerne aus der Halbleiterindustrie.

Bei nachhaltigkeitsorientierten Anlegern ebenfalls beliebt ist der LBBW Global Warming der Landesbank Baden-Württemberg. Der auch im 2007 aufgelegte Klima-Fonds bietet einen interessanten Mix aus verschiedenen Branchen – von Microsoft über NVVIDIA

Ein weiteres Beispiel ist der 2009 lancierte BNP Paribas Funds Climate Impact. Der Aktienfonds investiert in Unternehmen wie den amerikanischen Steckerhersteller Hubbell, American Water Works und beispielsweise den Softwareentwickler Trimble und fasst den Beitrag zum Klimaschutz damit ebenfalls recht breit.

Fazit: Klimaschutz gilt als eine der drängendsten Aufgaben der kommenden Jahrzehnte. Für Anleger stehen verschiedenste Zugangsmöglichkeiten offen – entweder gezielt über Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien oder über breiter gefasste Anlagerichtlinien, die den Beitrag zum Klimaschutz zum Beispiel auf Produkt- oder Produktionsebene berücksichtigen. Als mögliche Risiken in diesem Investitionsumfeld sollte man Lieferengpässe für wichtige Bauteile, steigende Rohstoffpreise und zum Beispiel auch politische Vorgaben in seine Anlageentscheidung miteinbeziehen.

Autorin: KS, Redaktion Fondsdiscount.de




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Kommentare

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26.08.21 07:42:29
Und wie immer wird ein sehr wichtiger Part in der Klimadiskussion vergessen.
Die Wärmepumpen.
Eine Energiewende kann nur funktionieren wenn wir auch das Heizen umstellen.
Hier gibt es den Weltmarktführer in Schweden.

WKN: A3CRAH
NIBE Industrier Registered (B)

Disclaimer

Impact Investing Klimaschutz-Aktien versprechen Profit bei gutem Gewissen Immer mehr Investoren möchten die Zukunft mitgestalten und ihr Kapital nachhaltig investiert wissen. Wir schauen auf grüne Aktien, mit denen klimafreundliche Energien vorangetrieben werden.

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