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René Wolfram Gold: DAS sind die wichtigen Marken

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1800 und 1850 Dollar sind wichtige Ausbruchs-Marken im Gold

Fundamentale Gründe, wie Angebot und Nachfrage oder auch im Fall von Gold die Entwicklung der inflationstreibenden Energie-Rohstoffe lösen große, mittel- bis langfristige Trends aus und nähren sie. Im kurzfristigen Bereich spielen aber auch etwaige spekulative Schieflagen eine Rolle. Schließlich MÜSSEN die spekulativen Kräfte im Markt (Kleinspekulanten, Proptrader und Fonds) bis zum First Notice Day eines Futures (das ist der erste Tag, an dem der Verkäufer eines Futures die Lieferung gegenüber der Börse anzeigen kann) ihre Positionen liquidieren, um eine physische Lieferung zu vermeiden. Dadurch ergeben sich kurzfristige Trends, die mitunter losgelöst von der fundamentalen Lage sind. 

Zudem kommen Spekulationen am Optionsmarkt, die auf spezifische Laufzeiten und Marken lauten, die auf den Futuresmarkt ausstrahlen. Ein Großteil der Geschäfte am Optionsmarkt sind Stillhaltergeschäfte, bei denen Optionen verkauft werden. Damit wettet der Verkäufer (Seller) einer Option darauf, dass diese wertlos verfällt. In einer Vielzahl der Fälle passiert dies auch, und bringt ihm die Prämie ein. Wenn aber eine Option ins Geld läuft (die Basis erreicht) und die Laufzeit nur noch gering ist, gerät der Stillhalter unter Zugzwang, da seine Verluste theoretisch unbegrenzt sein können (je nach Handelsrichtung). Wenn jemand beispielsweise mit dem Verkauf einer Call-Option (Dezember 21) darauf wettet, dass der Goldpreis zum Abrechnungstermin NICHT oberhalb von 1800 Dollar notiert, dann besteht für ihn Handlungsbedarf, wenn der Goldpreis wider Erwarten doch die 1800er-Marke überwindet. Gängige Praxis im Sinne der Verlustbegrenzung ist es dann, den Future zu kaufen.

Auch wenn wir daraus nicht genau ersehen können, wie viele der offenen Optionen verkauft wurden und wieviele gekauft wurden, so gibt uns der Blick auf das Open Interest Profile der Optionen eine gute Idee, welche Marken trendverstärkend sein dürften. Es sind jene, auf die ein hohes Open Interest lautet. Im Gold sind das 1800, 1825 und besonders 1850 Dollar. Wir sehen, dass hier ein hohes Call Open Interest besteht, was auch auf viele verkaufte Call-Optionen hindeutet. WENN 1800 und besonders 1850 Dollar überschritten würden, wäre von einem starken Impuls auszugehen, da dann die Stillhalter in Schieflage geraten würden. Gleichfalls erklärt dieses Bild, warum bei 1800-1825 Dollar nach wie vor eine enorme Gegenwehr zu verspüren ist, und der Preis dort zum wiederholten Male zurückgeworfen wurde. 

Die markierten Marken bieten sich als Trigger für Positions-Zukäufe bei Gold an, sofern sie überschritten werden. Besonders ein Wochenschluss jenseits von 1850 US-Dollar käme einem Befreiungsschlag gleich, und würde m.E. die fundamental gut begründete Rallye auslösen. 

Ich kaufe derzeit verstärkt klassische Optionsscheine auf Gold, speziell folgenden Call auf Gold von Morgan Stanley:

  • Markt: Gold
  • Typ: Call Optionsschein
  • WKN: MA57ZX
  • Basis: 1625$
  • Laufzeit: 17.6.22

 

Die Basis ist mit 1625 Dollar konservativ gewählt, und mit einer Laufzeit von gut 9 Monaten ist auch ein zeitlicher Spielraum gegeben. Gegenwärtigt weist der Call einen Hebel von 8 auf. Da hier keine Barrieren in Form von K.O.-Schwellen enthalten sind, bevorzuge ich in solchen Ausgangssituationen klassische Optionsscheine gegenüber Turbos oder Mini Futures. 


Diese Kolumne wurde Ihnen präsentiert von Morgan Stanley“.

Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Außerdem wird darauf hingewiesen das der Autor oder ein verbundenes Unternehmen eine Werbungskooperation mit Morgan Stanley plc eingegangen ist. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.
Wertpapier



04.11.2021, 08:00  |  578   |   

Disclaimer

René Wolfram Gold: DAS sind die wichtigen Marken Auf spezifische Marken lauten am Optionsmarkt deutlich mehr Wetten, als auf andere. Besonders in den 4-6 Wochen vor der Expiration eines Liefertermins wirkt sich dies mitunter verstärkend auf den Futures-Markt aus, wenn die relevanten Marken über- oder unterschritten werden.

Autor

realmoneytrader
Sponsored by Morgan Stanley

René Wolfram, 1977 nahe der Finanzmetropole Frankfurt geboren, kam während seines BWL-Studiums im Jahr 1997 erstmals mit dem Börsenhandel in Berührung. Nach den ersten Schritten im Bereich Aktienhandel verlagerte sich sein Haupt-Aktionsfeld in den Bereich Derivate und Futures, die er mit einem Multimarket-Ansatz auf fundamental-systematischer Basis handelt. Inspiriert von seinem Vorbild, der Trading-Legende Larry Williams, nahm er an der offiziellen Weltmeisterschaft im Echtgeld-Trading, dem Robbins Trading Worldcup Championship teil, und belegte als erster Deutscher 2013 den dritten Platz. Neben seinem täglichen Livetrading bildete er bereits über 3.500 Trader aus, hielt Vorträge in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Italien und den USA. Auf seinem Portal www.realmoneytrader.com und auf seinem Youtube-Kanal stellt er regelmäßig Informationen und kostenlose Schulungen bereit. Seine Methoden beinhalten sowohl Daytrading, als auch Swingtrading-Strategien auf Rohstoffe, Indizes, Währungen und Anleihen.

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