checkAd

Bitcoin und Co. Zunehmende Regulierung: Sind Kryptowährungen in Gefahr?

Das wichtigste Merkmal von Kryptowährungen ist ihre Dezentralität – eigentlich: Doch weltweit nehmen die Regulierungen von digitalen Währungen zu. Bedeutet das ihr Ende?

Kryptowährungen sind hierzulande längst kein Hype mehr. In den vergangenen Jahren haben sich Digitalwährungen in den Köpfen der Deutschen etabliert. So zeigt etwa der von KuCoin veröffentlichte Bericht „Into The Cryptoverse 2022 Germany Report“ auf, dass 44 Prozent der Deutschen in Kryptowährungen investieren wollen. Anlegern, denen ein direkter Kauf von Bitcoin, Ethereum oder Ripple zu riskant ist, bieten sich mittlerweile viele weitere Optionen an. So können Investoren auch über die traditionelle Börse ihr Portfolio mit Krypto-Fonds oder -ETFs diversifizieren. Sind Kryptowerte so ausgestaltet, dass sie eindeutig als Wertpapiere, Vermögensanlagen oder Investmentvermögen und nicht als Ware einzuordnen sind, unterliegen sie damit auch der deutschen Bankenaufsicht, kurz Bafin. Aufschluss gibt im Zweifel das Kreditwesengesetz.

Anderswo ist es jedoch nicht so eindeutig, ob oder wann Kryptowährungen als Wertpapier gelten und damit reguliert werden. So schwelt in den Vereinigten Staaten schon länger der Streit darüber, ob eine Kryptowährung überhaupt als zu regulierendes Wertpapier zu definieren ist. Der Fall Sec versus Ripple greift genau diese Frage auf und soll bald Klarheit schaffen. Gestritten wird über den XRP-Token, hinter dem das amerikanische Technologieunternehmen Ripple Lab steht. Die Börsenaufsichtsbehörde Sec wirft Ripple Lab vor, unerlaubt mit einem nicht registrierten Wertpapier gehandelt zu haben. Der Vorwurf wäre aber nur dann begründet, sollte das Gericht entscheiden, dass XRP tatsächlich als Wertpapier einzuordnen ist. Eine solche Einordnung wird in den Vereinigten Staaten mithilfe des sogenannten Howey Test vorgenommen. Der setzt für klassische Wertpapiere etwa eine zentrale Instanz voraus, die das Unternehmen verantwortet und den Preis durch ihre Handlungen mitbestimmt. Das Urteil, das für die kommenden Wochen angekündigt ist, könnte, sofern es zugunsten der Aufsichtsbehörde ausgeht, weitreichende Folgen für Investoren und Emittenten haben: viele weitere Krypto-Projekte, unter anderem auch Ethereum, drohen in diesem Falle Klagen.

Auch in Asien nimmt die Regulierung von Kryptowährungen zu. Zwar ist China der weltweit größte Produzent für Bitcoins. Dennoch traut die chinesische Regierung der digitalen und dezentralen Währung nicht – den Handel mit Bitcoins hat sie sogar verboten. Für mehr Rückverfolgung und Kontrollen hat China andere Pläne: eine eigene nationale Kryptowährung, den digitalen Yuan. Von der ursprünglichen Idee – einer digitalen Währung, die ohne Notenbank und Staat auskommt – bleibt da nicht mehr viel übrig.

(ner)

Die neuesten Krypto-News lesen Sie jeden Freitag in unserem Krypto-Journal. Jetzt abonnieren!

Auf welche Werte Sie jetzt nicht setzen sollten, erfahren Sie in unserem kostenlosen Report Americas Most Wanted. HIER KLICKEN!




Wertpapier



0 Kommentare
 |  1762   |   |   

Schreibe Deinen Kommentar

Disclaimer

Bitcoin und Co. Zunehmende Regulierung: Sind Kryptowährungen in Gefahr? Das wichtigste Merkmal von Kryptowährungen ist ihre Dezentralität – eigentlich: Doch weltweit nehmen die Regulierungen von digitalen Währungen zu. Bedeutet das ihr Ende?

Nachrichten des Autors

2703 Leser
1756 Leser
35551 Leser
28643 Leser
27403 Leser
22914 Leser
15525 Leser
15220 Leser
14611 Leser
10851 Leser
9764 Leser
9307 Leser
35737 Leser
35551 Leser
30969 Leser
29723 Leser
29107 Leser
28643 Leser
27403 Leser
23664 Leser
23662 Leser
22914 Leser
186902 Leser
104102 Leser
92926 Leser
75747 Leser
70030 Leser
64684 Leser
63838 Leser
56213 Leser
52537 Leser
49110 Leser