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    Deutschland ist im Niedergang  13345  0 Kommentare Top-Manager rechnet ab mit der Merkel-Ära und Habeck

    In einem bemerkenswerten Artikel rechnet der Top-Manager Wolfgang Reitzle mit der Ära Merkel und Habecks Energiepolitik ab, die er als „Irrsinn“ bezeichnet.

    Lange haben die führenden Manager der deutschen Wirtschaft geschwiegen oder sich opportunistisch angepasst. Die Vorstände der großen Automobilunternehmen – wie etwa VW oder Mercedes-Benz – haben der von Angela Merkel eingeleiteten „Energie- und Mobilitätswende“ Beifall gezollt. Den Fehlentscheidungen, wie etwa dem Verbot des Verbrenner-Motors ab 2035 haben sie nicht widersprochen. Manager wie Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser haben sich opportunistisch dem grünen Zeitgeist angedient.

    Doch jetzt platzt vielen der Kragen und manche sprechen Klartext. Am deutlichsten hat dies letzte Woche einer der bekanntesten Top-Manager getan, Wolfgang Reitzle (ehemals BMW, Ford, Linde). In einem Artikel, der in der „Welt“ abgedruckt wurde, stellte er fest: „Deutschland ist im Niedergang.“

    Abrechnung mit der Ära Merkel

    Reitzles Kritik: Produktivitätsverbesserungen waren über lange Zeit Deutschlands Markenzeichen – seit vielen Jahren aber steigen die Lohnstückkosten. „Deutschland ist nicht mehr unter den ersten zehn Ländern Europas beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Aus der Liste der 20 wettbewerbsfähigsten Länder der Welt sind wir herausgefallen.“

    Er gibt nicht allein der Ampel die Schuld, sondern vor allem der Ära von Angela Merkel: „16 Jahre Kanzlerschaft von Angela Merkel waren selbst für ein so starkes Land wie Deutschland zu viel“, sagt Reitzle und fügt hinzu: „In der Ära Merkel gab es nicht eine einzige Strukturreform, die das Land leistungsfähiger gemacht hätte. Wohl aber wirken zwei fundamentale Entscheidungen dauerhaft nach: die Energiewende und die Öffnung der Grenzen für unkontrollierte Migration.“

    Er wirft Deutschland vor, den Sozialstaat massiv ausgebaut zu haben, während Zukunftsinvestitionen ausblieben. Für ein so reiches Land wie Deutschland sei der Zustand der Infrastruktur eine “Schande“. Auch die Politik der EU, die mit ständig neuen Regulierungen die europäischen Wirtschaftsunternehmen belastet, wird kritisiert. Reitzle nennt als Beispiel das führende Chemieunternehmen BASF, das mit 14.000 Seiten Verordnung für die Regulierung der Chemieindustrie zu kämpfen habe.


    Rainer Zitelmann
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    Dr. Dr. Rainer Zitelmann ist Historiker, Politikwissenschaftler und Soziologe - und zugleich ein erfolgreicher Investor. Er hat zahlreiche Bücher auch zu den Themen Wirtschaft und Finanzen* geschrieben und herausgegeben, viele davon sind in zahlreiche Sprachen übersetzt worden. * Werbelink
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    Verfasst von Rainer Zitelmann

    Deutschland ist im Niedergang Top-Manager rechnet ab mit der Merkel-Ära und Habeck In einem bemerkenswerten Artikel rechnet der Top-Manager Wolfgang Reitzle mit der Ära Merkel und Habecks Energiepolitik ab, die er als „Irrsinn“ bezeichnet.

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